Twint-CEO wehrt sich gegen "Flop"-Bericht

Gar als "historischer Flop" wurde Twint in einem Bericht von Anfang Woche bezeichnet. Die App für CS-Kunden verzeichne gerade einmal 1000 Downloads, beim Twint-Hauptaktionär Postfinance sehe es mit etwas über 10'000 Downloads auch nicht sehr gut aus, schrieb 'Inside Paradeplatz'. Der Bericht bezieht sich für diese Zahlen auf die Anzahl der Downloads, die im Android-App-Store Google Play genannt werden; iOS-Downloads sind nicht enthalten und der Bericht nennt das jeweils untere Ende der angegebenen Spanne.
 
Nun widerspricht Twint-CEO Thierry Kneissler und nennt Zahlen zur Twint-Nutzung gegenüber 'Finews'. Die Zahl der Downloads liege bei insgesamt über 600'000. Immerhin 375'000 Kunden hätten sich registriert und ihre Debit- oder Kreditkarte hinterlegt. Aktuell würden jeden Tag 2500 neue registrierte Nutzer hinzu kommen, so der Bericht. Allein im Juni habe man über 270'000 Transaktionen abgewickelt.
 
270'000 Transaktionen im Monat sind im Schnitt 9000 am Tag – womit wohl noch nicht von einer breiten Nutzerbasis gesprochen werden kann.
 
Aber die Zahl der Transaktionen steige derzeit stark an, so der Bericht weiter. Etwa die Hälfte der Twint-Transaktionen werde bei Händlern registriert, also beim Bezahlen in Geschäften. Peer-to-Peer-Zahlungen machten rund 40 Prozent der Twint-Transaktionen aus und weitere rund zehn Prozent der Einsätze finden gemäss Bericht in Online-Shops statt.
 
Seit rund zwei Monaten ist die direkte Kontoanbindung von Twint für Kunden der UBS, Zürcher Kantonalbank, Credit Suisse, Postfinance und Raiffeisen möglich. Einige Kantonalbanken bieten ebenfalls eigene Twint-Apps an und über eine Prepaid-App ermöglichen weitere Regional- und Kantonalbanken die Mobile-Payment-Applikation. (kjo)