US-Firma will Mitarbeitern NFC-Chip implantieren

Die in Wisconsin ansässige Firma Three Square Market (32M) will zum 1. August eine "Chip Party" feiern. Mitarbeiter sollen sich dabei einen winzigen NFC-Chip (Near Field Communication) zwischen Daumen und Zeigefinger einer Hand implantieren lassen. Freiwillig, wie 'Heise' in einem schon nach kurzer Zeit stark kommentierten Beitrag mitteilt. Der Funkchip soll dann zur drahtlosen Identifikation der Person dienen. In der Folge hofft 32M auf eine große Verbreitung bei tausenden Firmen in aller Welt.
 
32M spricht davon, die erste US-Firma zu sein, die ihre Belegschaft verchipt. Mit der RFID-Technik soll so ziemlich alles möglich werden: Bezahlen, Öffnen von Türen, Aktivierung von Kopierern, Einloggen und so weiter. Laut dem CEO werde die Technik eines Tages Standard sein und könne dann nicht nur für den Einkauf überall dienen, sondern auch als Reisepass oder Fahrausweis.
 
Die Technik kommt übrigens nicht aus den USA. Man habe die Ideen von der schwedischen Firma BioHax, heisst es bei 32M. Dort sei die Belegschaft bereits verchipt und man freue sich auf die Zusammenarbeit, meint ein 32M-Manager. BioHax zeigt jedenfalls auf seiner Webseite einen NTAG216-Chip von NXP, der in einer zwei mal zwölf Millimeter grossen Bioglaskapsel steckt, 924 Bytes speichert und für drahtlose Verbindung von bis zehn Zentimeter Abstand ausgelegt ist. Pro Sekunde können bis zu 106 kbit übertragen werden und wie bei RFID üblich, wird die zum Betrieb des Chips erforderliche Energie drahtlos übertragen, zitiert der Bericht die Herstellerspezifikationen.

Die Teils drastischen Kommentare auf 'Heise' reichen vom "Gedanken für Handsammler" über "zum Kotzen" oder ein "Ring tut es doch auch" bis hin zu der "Anfang vom Ende liegt schon weit hinter uns". Ernsthaftere Geister empfehlen die Kündigung und Kreative träumen vom "Identitätsdiebstahl mittels Skalpell". (vri)