Fintechs im Geldregen (aber nicht in der Schweiz)

Risikokapitalisten sind im Fintech-Fieber. Alleine im zweiten Quartal 2017 wurden weltweit 5,2 Milliarden Dollar in 251 Startups im Fintech-Umfeld investiert. Dies geht aus dem 'Global Fintech Report Q2/17' des New Yorker Marktforschungsunternehmens CB Insights hervor. Und die 26 sogenannten "Einhörner" der Fintech-Szene sind zusammen über 80 Milliarden Dollar wert. Als "Unicorn" bezeichnet man in den USA Startups, deren Wert man auf eine Milliarde Dollar oder mehr schätzt.
 
Am höchsten stieg das Fintech-Fieber im Q2/17 in Asien, wo 2,7 Milliarden Dollar investiert wurden. In Nordamerika waren es zwei Milliarden, in Europa 500 Millionen Dollar. In 12 Deals in Nordamerika überstieg die investierte Summe je 50 Millionen Dollar. Aus Neubewertungen entstanden vier neue "Einhörner".
 
In Europa wird der Brei lange nicht so heiss angerührt. In der ersten Hälfte 2017 steckten VCs 1,2 Milliarden Dollar in 134 Startups. Am meisten Geld (120 Millionen Dollar) wurde in den deutschen Fintech Kreditech gesteckt. Am zweitmeisten (41,2 Mio. Dollar) erhielt der britische Peer-to-Peer-Kreditvermittler Zopa. Danach folgte die ebenfalls britische Firma mit dem schönen Namen Blockchain, in die verschiedene Investoren 40 Millionen Dollar steckten.
 
Unter den ersten zehn mit Investoren-Geld überhäuften Fintech-Startups Europas findet sich keine Firma aus der Schweiz, wohl aber je eine aus Rumänien, Irland, Spanien und Schweden. (hc)