Sofgen: Reorg? CEO weg? Name weg?

Executive Chairman Alex Dembitz dementiert und bestätigt Gerüchte.
 
Der Bankensoftware-Berater und -Integrator Sofgen wurde 2015 vom indischen Software-Exporteur Tech Mahindra übernommen. Der Name Sofgen blieb bei den Genfern bislang bestehen, ebenfalls derjenige der Zürcher Tochter Sofgen Consultants.
 
Nun aber gebe es eine grosse Reorg, meldet 'Banking Tech', und Andre Israel, seit 2007 CEO, werde das Unternehmen per Ende September verlassen. Es sei zudem unklar, ob Sofgen als Brand weiterlebe, oder nicht.
 
Auf Anfrage bestätigt Executive Chairman Alex Dembitz, das Israel nach zehn Jahren gehe. "Aber das geschieht freundschaftlich, er geht aus eigenem Willen, um seine Karriere ausserhalb von Sofgen zu verfolgen."
 
Direkt ersetzt werde Israel nicht, aber man sei dabei, Sofgen besser in Tech Mahindra zu integrieren. Man wolle noch enger zusammenarbeiten, beispielsweise in Afrika, um Synergien zu nutzen.
 
Dembitz stellt klar: "Es gibt keine Pläne, den Namen 'Sofgen' aufzugeben oder zu ersetzen. Es ist ein hoch geschätzter Name in der Branche und wir werden weiterhin als 'Sofgen' auftreten."
 
Aktuell hat das Unternehmen rund 450 Mitarbeitende in 20 Büros auf fünf Kontinenten und verzeichnet 150 Kunden.
 
Sofgen hat Avaloq-Lösungen, aber auch Temenos T24 und andere Plattformen im Portfolio und war beispielsweise im Umfeld der Einführung Avaloq Banking Suite beim deutschen Isbank-Ableger beteiligt, ebenso bei Barclay's. In Manila gibt es ein Avaloq Development Center, in Indien ein Temenos Offshore Centre.
 
Für Avaloq, so sagt der Zürcher Software-Hersteller, ändere sich nichts. (Marcel Gamma)