Windows wird zu "Windows as a sevice"

Ein neues Windows und ein neues Office alle sechs Monate. 3-Jahres-Rhythmus nur für Spezialfälle.
 
Im Juni hat Microsoft den neuen Update-Rhythmus für Windows Server angekündigt. Nun wird der Update-Rhythmus und die Benennung der Updates von Windows Server, Windows und Office 365 in der Firmenversion ProPlus vereinheitlicht.
 
Für alle drei Produktegruppen gibt es ein halbjährliches Update ("Semi-Annual Channel") im März und im September. Jeder der neuen Releases wird während 18 Monaten unterstützt. Man kann also einen bis zwei der Updates auslassen.
 
Da Updates unter Umständen aufwändig getestet werden müssen, gibt es zusätzlich einen weniger schnellen Rhythmus. Im "Long-Term Servicing Channel" werden die Updates alle zwei bis drei Jahre geliefert. Das nächste ist für 2019 vorgesehen. Solche Updates werden noch zehn Jahre unterstützt. Microsoft möchte den "Long-Term Servicing Channel" aber nur in Spezialfällen anwenden und spricht von Kassen, medizinischen Ausrüstungen und Industrie-PCs.
 
Zusätzlich dazu gibt es die monatlichen Updates, die keine neuen Features enthalten, sondern in denen Bugs beseitigt und Sicherheitslöcher gestopft werden. Microsoft nennt sie nun "Quality Updates". Sie sind kumulativ, so dass auch ein PC, der mehrere Monate nicht benützt wurde, auf den neuesten Stand gebracht wird.
 
Das jüngste Windows Update ("Creators Update" aka Windows 10 1703) ist gemäss Microsoft nun allgemein erhältlich.
 
Die schnellen Update-Rythmen sollen die Auslieferung des PC- und des Server-Betriebssystems sowie der Bürosoftware Office 365 der "as-a-Service"-Welt anpassen. Microsoft Windows-Chef Michael Niehaus erklärt das Modell von Windows-as-a-Service in diesem Video. (hc)