Ein Drittel der Schweizer Grossfirmen zählt zu den Digital Trendsettern

Schweizer Firmen müssen mutiger und innovativer werden. Dies titelt der Dienstleister Accenture in einer Mitteilung zur Studie "Digital Index Switzerland 2017" (PDF). Zwar habe die Mehrheit der hiesigen Unternehmen ihre Innovationsprozesse und die Monetarisierung von digitalen Produkten und Dienstleistungen verbessert, aber es gebe noch viel Entwicklungspotential, schreibt Accenture.
 
Wirklich schlecht sieht's aber nicht aus: In allen Branchen sind laut Accenture Fortschritte zu beobachten. Etwa ein Drittel der Unternehmen ist jeweils in den Kategorien Digital Follower (34%), Digital Maintainer (35%) und Digital Trendsetter (31%) zu finden. Während erstere laut Accenture ihren digitalen Weg begonnen hätten, aber noch nicht bereit für eine Transformation seien, würden sich letztere auf die digitale Innovation fokussieren und neue Trends, Produkte und Dienstleistungen entwickeln. Diese Unternehmen seien dann in den letzten Jahren auch am schnellsten gewachsen.
 
In der Branche "Communications, Media & Technology" sind rund 43 Prozent der Unternehmen in der Gruppe Digital Followers gelandet. Das ist etwas vor "Travel & Transport" der zweitschlechteste Platz von allen zehn Sektoren. Zugleich sind aber wiederum 43 Prozent der Firmen in der Branche laut Accenture zum Trendsetter-Segment zu zählen, was zusammen mit "Consumer Goods & Services" für den ersten Rang reicht.
 
Wesentliche Einflussfaktoren der Digitalisierung seien ein hohes Engagement der Unternehmensführung sowie die organisatorische Fokussierung auf die Digitalisierung. Es sei von grossem Vorteil dabei klare Visionen zu haben, Risiken einzugehen und aus Fehlern zu lernen. Zudem sollen sich Unternehmen nach Partnern umsehen, die die Unternehmenskompetenzen ergänzen könnten, so Accenture.
 
Der Dienstleister hat im Rahmen der Studie 100 grosse Schweizer Firmen untersucht und bewertet. Beurteilt wurden Strategie und Umsetzung digitaler Veränderungen, die Gestaltung digitaler Produkte und Portfolios, die Nutzung digitaler Kanäle sowie die Digitalisierung interner Prozesse. (ts)