Postfinance beteiligt sich an Social-Trading-Anbieter Wikifolio

Postfinance hat eine Minderheitsbeteiligung von elf Prozent an der Wiener Social-Trading-Plattform Wikifolio erworben. Es handle sich dabei zunächst um eine rein finanzielle Beteiligung, man stehe aber einer schrittweisen Erweiterung zur strategischen Zusammenarbeit positiv gegenüber, schreibt Postfinance in einer Mitteilung.
 
"Wir wollen in den kommenden Jahren im digitalen Anlegen innerhalb des Retailmarktes Schweiz stark wachsen", lässt sich Daniel Mewes, Leiter Investment Solutions bei Postfinance, zitieren. "Ich sehe verschiedene Möglichkeiten, wie wir unseren E-Trading-Kunden den Zugang zu den Wikifolios vereinfachen könnten." Man wolle in der Schweizer Bankenwelt zum "Digital Powerhouse" werden, ergänzt Jens Schulte, Leiter Corporate Ventures von Postfinance.
 
Die Finanzinformations-Plattform Wikifolio ermöglicht die Umsetzung einer Anlagestrategie in öffentlich einsehbaren Musterdepots. Sobald ein Portfolio bestimmte Bedingungen – wie etwa eine Anzahl Follower – erfüllt, können auf deren Basis Zertifikate ausgegeben werden. In diese über die Börse handelbaren, besicherten Wikifolio-Zertifikate können Anleger über ihre Bank oder Online-Broker investieren.
 
Die vor fünf Jahren gegründete Plattform mit rund 18'000 Wikifolios und 6'700 Wikifolio-Zertifikaten ist seit 2015 für Schweizer Anleger und Trader verfügbar. Momentan sind Investitionen auf der Plattform nur in Euro möglich, man arbeite aber an einer Lösung für Schweizer Franken, schreibt Wikifolio in einer Mitteilung. (ts)