Rettungsdrohnen im Einsatz an französischen Stränden

Die Helper genannte Drohne wiegt 3,9 Kilogramm. (Bild: helper-drone.com)
Die Rettungsschwimmer an manchen französischen Atlantikstränden bekommen in diesem Sommer Unterstützung aus der Luft: Eine Rettungsdrohne kommt Ertrinkenden zu Hilfe. Das Fluggerät hat eine Boje an Bord, die sie über dem Wasser abwerfen kann, wo sie sich von selbst aufbläst. Daran können Menschen in Not sich über Wasser halten, bis Hilfe eintrifft.
 
Laut einer Studie ertranken im Jahr 2015 in ganz Frankreich von Anfang Juni bis Ende September 167 Menschen im Meer.
 
Die 55 Stundenkilometer schnelle Drohne könne drei bis fünf Minuten schneller bei einem Opfer sein als ein Rettungsschwimmer oder ein Jetski, sagte Anthony Gavent von der Herstellerfirma Helper der Nachrichtenagentur 'dpa'. Das Drohnen-Startup wurde von einem Notfallarzt und zwei Programmierern gegründet. Sie hoffen, ihr Produkt im kommenden Jahr auf den Markt bringen zu können.
 
Im vergangenen Jahr wurde die Drohne erstmals am Strand getestet. In diesem Jahr sind drei Exemplare im Südwesten des Landes im Einsatz in Biscarrosse und Lacanau sowie in Messanges. Letzter dient vor allem Tests. Neben der konkreten Rettungshilfe soll die Drohne auch eine Lageeinschätzung liefern und Rettungshelikopter an die richtige Stelle lotsen. (sda/kjo)