Bank Valiant setzt vermehrt auf digitale Schalter

Im Rahmen der Präsentation der Bilanzzahlen zum ersten Halbjahr teilte die Bank Valiant heute mit, dass man durch die Digitalisierung die Kosten senken wolle. Denn immer mehr Kunden erledigen einfache Bankgeschäfte selbständig und gehen dafür nicht mehr an den Bankschalter. Die Anzahl Transaktionen an den Schaltern sei in den letzten zwei Jahren um rund 25 Prozent gesunken. Valiant werde deshalb die Kundenzonen ihrer Geschäftsstellen weiter umbauen.
 
Die persönliche Beratung wird mit digitalen Dienstleistungen kombiniert. Dabei werden einzelne Elemente aus der neuen Filiale in Brugg, wie etwa der Videoempfang, in weiteren Standorten genutzt. "Wir werden ab 2018 in einem Pilotversuch erste Erfahrungen sammeln und das Kundenverhalten analysieren", erklärt CEO Markus Gygax. Die Bank geht davon aus, in rund 20 Hauptgeschäftsstellen weiterhin klassische Bankschalter mit Kassen zu betreiben. In den anderen Filialen werden die Bankschalter in den kommenden fünf Jahren schrittweise ersetzt.
 
Von den Anpassungen seien 65 Stellen betroffen. Kündigungen werde es aber keine geben, versicherte der Valiant-Chef. Alle Angestellten werden bei Valiant weiter beschäftigt. Aktuell arbeiten 950 Mitarbeitende in 85 Geschäftsstellen für die Bank.
 
Im ersten Halbjahr 2017 konnte die Bank den Konzerngewinn im Jahresvergleich um ein Prozent auf 52,2 Millionen Franken steigern. Das Zinsergebnis blieb praktisch konstant bei 143,4 Millionen Franken. Die Zinsmarge sank leicht von 1,12 Prozent auf 1,10 Prozent, schreibt die Bank. Der Kommissions- und Dienstleistungserfolg verbesserte sich auf 29,0 Millionen Franken (+0,5%). (kjo/sda)