Microsoft zeigt Blockchain-Framework Coco

Der US-Konzern hat mit Coco ein Blockchain-Framework vorgestellt. Es soll den Einsatz der Blockchain in stark regulierten Branchen erleichtern, wie das Unternehmen mitteilt. Das Open-Source-System "Confidential Consortium" (Coco) ermögliche skalierbare, vertrauenswürdige Blockchain-Netzwerke, die die Anforderungen von Unternehmen in Sachen Leistung und Governance erfüllen, schreibt Microsoft-Manager Mark Russinovich in einem Blogeintrag.
 
Da die Distributed-Ledger-Technologie darauf setzt, dass Transaktionen und deren Verlauf dezentral gespeichert werden, könnten gewisse Unternehmen, die sehr strengen Compliance-Regeln unterliegen, die Technologie nicht nutzen, heisst es im Blogeintrag. Mit Coco will Microsoft die Basis für eine für solche Unternehmen taugliche Blockchain-Technologie bereit stellen.
 
Coco basiere auf Trusted Execution Environments (TEE) und verbinde verschiedene Hyperledger-Technologien zu einem Framework. Detaillierte Informationen stellt das Unternehmen auf 'Github' zur Verfügung.
 
Coco sei offen und damit mit jedem Blockchain-Protokoll kompatibel. Microsoft habe bereits mit der Integration von Ethereum in Coco begonnen. J.P. Morgan Chase, Intel und R3 hätten zugesagt, ihre Enterprise-Ledgers Quorum, Hyperledger Sawtooth und Corda ebenfalls zu integrieren. Microsoft plane den Quellcode von Coco Anfang 2018 der Open-Source-Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. (kjo)