Lenovo muss seit langem wieder einen Verlust ausweisen

Erstmals seit September 2015 muss der zweitgrösste PC-Hersteller der Welt in einem Quartalsbericht wieder Verluste ausweisen. Mit einem bei zehn Milliarden Dollar stagnierenden Umsatz waren das 72 Millionen Dollar für das Ende Juni abgeschlossene Vierteljahr. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 173 Millionen Dollar gemeldet worden.
 
Mit rund 70 Prozent der wichtigste Umsatzträger war die PC- und Smart-Device-Sparte mit rund sieben Milliarden Dollar, die allerdings ebenfalls stagnierte, so der Quartalsbericht. Hingegen konnte Lenovo beim Mobile-Geschäft um zwei Prozent zulegen. Der Umsatz stieg auf rund 1,75 Milliarden Dollar, was insbesondere den Mainstream Moto-Modellen und den neusten Premium-Modell Moto Z geschuldet gewesen sei, heisst es weiter. Gelitten hat hingegen die Data Center Business Group und damit das Server-Geschäft. Denn deren Umsätze schrumpften um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf noch 971 Millionen Dollar.

Konzernchef Yang Yuanqing kommentierte die schlechten Zahlen damit, dass der "starke Anstieg unserer Kosten uns in allen drei Sparten belastet" hat. Zudem werde das Umfeld auf kurze Sicht schwierig bleiben. Zwar hätten sich die meisten Preise für Komponenten inzwischen stabilisiert, doch die Preise für Speicherchips würden zum Teil seit mehr als einem Jahr wachsen, was bisher noch nicht vorgekommen sei. Dies habe Auswirkungen auf die Profitabilität. Nach einem kurzen Aufflackern mit Zuwächsen sind die PC-Verkäufe zuletzt wieder gesunken. Damit ist Lenovo von der allgemeinen Branchenschwäche betroffen. (vri)