FK des Ständerats befürwortet 41 Millionen-Kredit für Frauenfelder RZ

Die Finanzkommission des Ständerats hat gestern einen vom Bundesrat beantragten Kredit von 393 Millionen franken für das IT-Projekt "DazIT" der Eidgenössischen Zollverwaltung gut geheissen. Gleichzeitig befürwortete die Kommission auch einen Kredit von 41,2 Millionen Franken für den Bau eines neuen Bundes-Rechenzentrums in Frauenfeld.
 
Dieses ist Teil des 2014 vom Bundesrat beschlossenen Plans, die heterogene RZ-Landschaft des Bundes in einem Verbund von letztendlich noch vier Rechenzentren zusammenzufassen. Insgesamt soll das Projekt, das im Laufe des kommenden Jahrzehnts abgeschlossen werden soll, bis zu 900 Millionen Franken kosten.
 
Das Frauenfelder Rechenzentrum soll sowohl militärisch – also vom VBS – als auch zivil genutzt werden. In der Hautstadt des Kantons Thurgau soll im zivilen Bereich beispielsweise die ICT-Infrastruktur des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation (BIT) im EFD, des Informatik Service Center des EJPD (ISC-EJPD) und des ICT-Leistungserbringers des WBF (ISCeco) untergebracht werden. Bau und Betrieb werden aber vom VBS geleitet werden.
 
Die 41,2 Millionen Franken des vorliegenden Kredits sollen laut Parlament.ch für die Finanzierung des schrittweisen Umzugs dieser ICT-Infrastruktur und -Systeme sowie des Rückbaus der abzulösenden RZs verwendet werden.
 
Der Informatik-Infrastruktur des EDA soll später auch nach Frauenfeld gezügelt werden, aber erst im Zeitraum 2022-2023. Die Kosten dafür sind daher noch nicht im vorliegenden Gesamtkredit enthalten. (hjm)