SAP kommt Anwendern bei Lizenzen entgegen

Die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) meldet, man habe einen ersten, wichtigen Erfolg im Bereich der Software-Lizenzierung mit Walldorf erzielt.
 
Man habe sich mit SAP darauf geeinigt, dass IT-Szenarien, in die Drittparteien involviert sind – "SAP NetWeaver Foundation für 3rd Party Applications" – nur dann lizenzpflichtig sind, wenn dafür SAP-Systeme wie SAP NetWeaver als Plattform genutzt werden.
 
Lizenzfrei kommt man als Drittanbieter hingegen davon, wenn die eigene Lösung zwar über Schnittstellen in SAP-Lösungen integriert ist, aber SAP NetWeaver als Plattform nicht einsetzt. Als Beispiele werden mobile Lösungen und Scanner genannt.
 
Auch in einer anderen Frage kommt SAP den Anwendern entgegen: In Zukunft würden, wenn man SAP-NetWeaver-Plattformen einsetzt, auch dann keine Lizenzkosten anfallen, wenn man nur den bestehenden SAP-Quellcode oder Metadaten ändere. Als Beispiele werden Dokumente, Daten oder Dateien genannt.
 
Konkret heisst dies auch, dass nun individuelle, kundenspezifische Reports auf bestehenden Datenbanktabellen lizenzfrei würden. Auch soll man in diesem Rahmen lizenzfrei SAP-Software kundenspezifisch konfigurieren können.
 
Und ein Professional User kann künftig ein Partner-Add-on ohne zusätzliche SAP-Lizenzen nutzen, wenn dieses die Bedingungen erfüllt. "An weiteren Szenarien sowie an der Konkretisierung der obigen Regelung wird aktuell von DSAG, SAP und den SAP-Partnern gearbeitet", so die Mitteilung.
 
Nicht zuletzt packt die DSAG das auch schon vor Gerichten diskutierte Thema "indirekte Nutzung" an, man will hier alsbald klare Regelungen aushandeln. Den ersten SAP-Vorschlag hält man für ungenügend.
 
Die DSAG versteht sich als eine unabhängige Interessenvertretung aller SAP-Anwender in Deutschland, Österreich und der Schweiz. (mag)
 
Interessenbindung: Wir sind der Schweizer Medienpartner des DSAG-Jahreskongresses.