Swisscom erweitert Outsourcing-Angebot mit ERI Bancaire

Swisscom betreibt für über 70 Kundenbanken die Finnova Banking Software, darunter findet sich auch die ZKB. Hinzu kommen "Avaloq"-Banken. Nun nimmt Swisscom einen weiteren Kernbanken-Software-Anbieter ins Outsourcing-Angebot auf: ERI Bancaire aus Genf.
 
Künftig können mit dieser neuen Partnerschaft Privatbanken und Vermögensverwalter die ERI-Bankenlösung Olympic ans Banking-Kompetenzzentrum bei Swisscom auslagern, die IT ebenso wie das Application-Management von Drittsystemen.
 
Aber nicht nur dies. Gleichzeitig lanciert man ein gemeinsames BPO-Angebot. Möglich ist dabei das totale Outsourcing des Zahlungsverkehrs, Dokumentdigitalisierung, Wertschriftenverwaltung und -verarbeitung sowie die Verwaltung und Pflege der Valorendaten.
 
Finanzinstitute können dabei selbständig auswählen, was sie benötigen, so Swisscom in einer Mitteilung. Insgesamt zähle man 80 Bankkunden, so die Swisscom weiter. Die Angebote, so Swisscom auf Anfrage, können ab sofort angefragt werden.
 
ERI ist Hersteller der Banking-Lösung Olympic und hat seinen Hauptsitz in Genf, ist aber sonst ziemlich verschwiegen. Das Unternehmen hat vermutlich rund 500 Angestellte und erzielt mit 300 Banken einen geschätzten Umsatz von rund 100 Millionen Franken. Darunter sind einige in der Schweiz, allerdings sind nur wenige bekannt.
 
Neben Avaloq, Finnova und Temenos ist ERI dennoch einer der vier wichtigsten Schweizer Hersteller von Kernbankensoftware und stark bei Privatbanken und Vermögensverwaltungsgesellschaften sowie im muslimischen Raum. (mag)