VRSG-Abraxas: Welche wichtigen Aktionäre für die Fusion sind

Der Stand der Fusion am Tag der Entscheidung, soweit bekannt.
 
Für die geplante VRSG-Abraxas-Holding wurde allen Aktionären ein Aktientausch angeboten.
 
Bei Abraxas ist alles klar, die beiden Aktionäre, die Kantone Zürich und St. Gallen, wollen die Fusion. Aber wie steht es mit den VRSG-Besitzern, nämlich 130 Gemeinden und den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Thurgau, Zürich?
 
Bis heute müssen sich diese entscheiden.
 
Der Stand der Dinge, soweit bekannt, in der Ostschweiz: Die Stadt St. Gallen, grösste Aktionärin mit 1100 Aktien, beziehungsweise 16,1 Prozent, hat der Fusion zugestimmt. Weitere grössere Aktionäre aus der Ostschweiz wie Gossau (150 Aktien), Kreuzlingen (150), Rorschach (120) und Wil (180) ebenso. Auch Goldach (80) ist bekanntlich an Bord.
 
Der Wahlkreis See-Gaster in St. Gallen hat sich laut 'Zürichsee Zeitung ebenso entschieden, unter anderem stimmen Benken (20) und Rapperswil-Jona (175) zu.
 
Im Zürichsee-Gebiet sind diverse Ja-Sager zu verzeichnen: Horgen (100), Küsnacht (100), Uetikon am See (45), Uznach (25) und Weisslingen (20) sagen ja. Und, wenig überraschend auch Meilen (100). Wenig überraschend deshalb, weil Beatrix Frey-Eigenmann, FDP-Kantons- und Gemeinderätin, auch im VRSG-Verwaltungsrat sitzt.
 
Die Hauptbegründung der Gemeinden ist zumeist eine langjährige, gute Zusammenarbeit mit der VRSG.
 
Damit die geplante Fusion zu Stande kommt, müssen zwei Drittel der Aktien für den Tausch oder Verkauf zur Verfügung stehen.
 
Chur will Aktien verkaufen
Nur von der Stadt Chur, einer der grösseren Aktionäre, ist bekannt, dass sie ihre 250 Aktien abstossen will. Die finanzielle Lage der VRSG sei zu unsicher. VRSG-Abraxas-Kunde will man aber offenbar bleiben.
 
Die vier VRSG-Kantone besitzen jeweils nur 50 Aktien, verbale Opposition ist auch aus Zürich zu vernehmen: Über 100 von 180 Kantonsräten wollen mit einer dringlichen Anfrage beim Regierungsrat klären, warum man Aktionär einer IT-Grossunternehmung sein wolle. Ausserdem will man mehr über die Finanzlage bei VRSG wissen. Doch sie haben nicht zu entscheiden.
 
"Abacus-Klagen sind in Wertbeurteilung eingeflossen"
Die VRSG-Aktien haben einen Nominalwert von 1000 Franken, im Antrag der VRSG an die Gemeinden heisst es, "gemäss der durchgeführten 'Stand alone'-Bewertung ist heute davon auszugehen, dass eine VRSG-Aktie effektiv rund zweimal so viel wert ist." Laut 'Zürichsee Zeitung' sind die mehr als 80 Rechtsverfahren mit Abacus bei der Wertbeurteilung der VRSG eingeflossen. (mag)