Grünes Licht für Abraxas-VRSG-Fusion

90 Prozent der VRSG-Aktionäre tauschen ihre Aktien. Schon am 1. September soll ein Projektteam mit den Vorbereitungen beginnen.
 
Die beiden IT-Dienstleister für die öffentliche Hand Abraxas und VRSG werden, wie absehbar war, tatsächlich zusammengelegt. Nach den beiden Abraxas-Aktionären, den Kantonen Zürich und St.Gallen, sowie der Hautaktionärin der VRSG, der Stadt St.Gallen, haben bis gestern auch alle anderen Aktionäre das entsprechende Angebot zum Aktienumtausch oder -Verkauf angenommen. Dies haben Abraxas Informatik und die Verwaltungsrechenzentrum AG St. Gallen (VRSG) heute Morgen mitgeteilt.
 
Die Besitzer von 89 Prozent der VRSG-Aktien wollen ihre Anteile in entsprechende Anteile der neuen Firma tauschen, der Rest will sie verkaufen. Wie uns der Abraxas-Sprecher Markus Kaufmann erklärte, wollen genau gesagt 124 der 135 Gemeinden, die VRSG-Aktien besitzen, ihre Anteile umtauschen und damit auch Mitbesitzer des neuen Unternehmens sein.
 
Die anderen elf Gemeinden wollen die Gelegenheit benützen, um ihre Beteiligung zu beenden. Ihre VRSG-Aktien werden von der neuen Holding gekauft werden, sobald diese gegründet ist. Welche Gemeinden dies sind, dürfe er nicht sagen, so Kaufmann. Dies zu kommunizieren sei Sache der einzelnen Gemeinden.
 
Schon am 1. September wird sich nun ein firmenübergreifendes Projektteam erstmals treffen, das die notwendigen Vorbereitungen für die Integration einleiten soll. Das Team wird von Peter Baumberger, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung der VRSG, geführt.
 
Die eigentliche Fusion der Unternehmen zu einer Firma und der Marktauftritt unter gemeinsamem Namen sind im Jahr 2018 geplant. Das neue Unternehmen wird rund 830 Mitarbeitende haben. (Hans Jörg Maron)