China mag keine ICOs – Paris Hilton schon

China hat heute sowohl Individuen als auch Unternehmen und anderen Organisationen verboten, sogenannte "Initial Coin Offerings" (ICOs) durchzuführen. Und nicht nur dies: Unternehmen, die bereits ein ICO durchgeführt haben, wurden von der Banken- und Börsenauslicht sowie weiteren Behörden dazu aufgefordert, Vorkehrungen einleiten, um das eingenommene Geld wieder zurückzugeben, berichtet 'Reuters'.
 
ICOs sind eine auf der Blockchain-Technologie beruhende neue Möglichkeit, um Geld für ein Unternehmen oder ein Projekt aufzutreiben, und dabei den regulierten Kapitalmarkt zu umgehen. Wer einen ICO durchführt, verkauft digitale "Tokens" gegen echtes Geld oder Bitcoin. Die Käufer können so in ein Unternehmen oder auch ein ganz bestimmtes Projekt investieren und sind an dessen Erfolg beteiligt.
 
Ausserhalb Chinas sind ICOs in vielen Ländern ein neuer Hype, durch den viele mehr oder weniger ernsthafte neue "Währungen" bzw. digitale Aktien geschaffen werden. Ein Beweis für den Hype ist, dass nun auch Paris Hilton, das IT-Girl schlechthin, sich bei einem ICO beteiligen will, findet der 'Register'. Sie will laut einem Tweet bei der Ausgabe von "Lydian"-Tokens partizipieren. Lydians erlauben es dem Besitzer, Werbe-Kampagnen beim Marketing-Unternehmen Gravity4 einzukaufen. Dies ist das Mutterunternehmen der ausgebenden Firma LydianCoin. (hjm)