Gever: St. Gallen vergibt Zuschlag und schreibt aus

St. Gallen kriegt bis Ende 2023 eine elektronische Geschäftsverwaltung (Gever), die acht Millionen Franken kosten soll.
 
Nun ist man mit der schrittweisen Einführung beschäftigt. Gever ist, so der Regierungsrat "nicht primär als technisches Werkzeug zu verstehen, sondern vor allem auch als Organisationskonzept", da es darum gehe, Aktenführung, Geschäftskontrolle und Prozessmanagement zu verbinden.
 
Dieser Systemwechsel soll so reibungslos wie möglich ablaufen und dabei sei die Übergangsphase wichtig. In dieser soll sichergestellt werden, dass die Staatsangestellten lernen, sich in der neuen Gever-Software und im neuen Registraturplan zurechtzufinden.
 
Dafür hat UBit Schweiz eine spezifische Übergangslösung namens OS-Laufwerk entwickelt und bietet Beratung an. In einem Freihänder erhielt das Winterthurer Unternehmen nun den Zuschlag, die organisatorische und technische Gever-Einführung mit dem Eigenbau bei der Staatskanzlei und fünf Generalsekretariaten umzusetzen.
 
"Die Kombination wird in der Schweiz nur von UBit Schweiz angeboten. Deshalb haben sowohl der Bund als auch diejenigen Kantone, welche dieses Vorgehen gewählt haben, die Firma UBit Schweiz damit beauftragt."
 
Eine Summe wurde nicht publiziert.
 
Am selben Tag wurde die Ausschreibung für das Vorlagen-Management auf Simap publiziert, dies in einem offenen Verfahren. Dabei handelt es sich zwar um kein direktes, aber ein indirektes Gever-Projekt. Gemeint ist laut dem Kantonsratsbeschluss, dass die Vorlagen-Management-Lösung ans Gever-System angebunden werden soll und auch durch den Sonderkredit bezahlt wird.
 
Mit diesem Projekt will St. Gallen alle Office-Vorlagen verwalten und bewirtschaften können. (mag)