Auch Südkorea mag ICOs weniger als die Schweiz

Laut einem Bericht von 'BusinessKorea' ist in Südkorea eine Task Force gegründet worden, die Regeln für eine strengere Regulierung des Handels mit digitalen Währungen ausarbeiten soll. Einsitz haben unter anderem Vertreter der Finanzkontrolle, der Steuerbehörden und der Handelsbehörde.
 
Die Task Force solle einerseits Massnahmen vorschlagen, um die bereits bestehende Gesetzgebung auf digitale Währungen wie Bitcoin oder Ethereum anzuwenden und andererseits "Blind Spots" einzuengen. Für die Ausarbeitung der Regeln für den Handel soll sich die Arbeitsgruppe auch anschauen, wie dies in anderen Ländern gehandhabt wird.
 
Zur Anwendung bestehender Regeln gehört wohl auch das Verbot, beziehungsweise die Androhung von Strafen für die Durchführung von sogenannten Initial Coin Offerings (ICOs), auch wenn diese "in manchen Ländern, darunter der Schweiz", legal seien. ICOs würden gegen die Kapitalmarktgesetze verstossen, erklärte die Financial Supervisory Commission (FSC) laut 'BusinessKorea' in einer Mitteilung. Die im Gesetz zu illegalen Kapitalbeschaffungsmassnahmen vorgesehenen Strafen sollen dafür sogar verschärft werden.

Digitale Währungen, so eine Begründung des Chefs der FSC, könnten zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder als Geld noch als Finanzprodukte betrachtet werden. Dies lässt aber wohl auch eine Tür offen, ICOs in Zukunft zu erlauben, wenn der rechtliche Staus von digitalen Währungen geklärt und ihr Handel reguliert ist.
 
In China wurden ICOs am vergangenen Montag ebenfalls zumindest vorläufig verboten.
 
Wieso 'BusinessKorea' gerade die Schweiz als Land hervorhebt, in dem ICOs legal sind, ist uns nicht bekannt. (hjm)