Kleinere Rochaden auf dem Podest der 100 Top Swiss Startups

Vom sechsten auf den ersten Rang: Ava. Bild: Venturelab
Die diesjährige Verleihung der "Top 100 Swiss Startup Awards" in der ehemaligen Druckerei der NZZ in Schlieren hat wenig Neues zu Tage gefördert: Wie schon letztes Jahr sind die meisten prämierten Jungunternehmen im ICT-Bereich zu Hause. Nach Technologie gefiltert stammen 19 der Startups aus der Software-Branche und 18 machen etwas mit Mobile und Internet. Ähnlich stark vertreten sind Bio- und Medtech, die 19 beziehungsweise zwölf Firmen stellen.
 
Auch die Hochschulpräsenz birgt wenig Überraschendes: Über die Hälfte der ausgezeichneten Unternehmen stammt von einer der beiden ETHs, mit Abstand gefolgt von der Uni St. Gallen, mit der noch acht Unternehmen verbunden sind oder waren. Entsprechend stammen dann auch 43 Firmen aus Zürich und 27 aus dem Kanton Waadt.
 
Auch auf dem Siegertreppchen gab es bloss kleinere Umstellungen: Die Gewinner heissen Ava, L.E.S.S. und Flyability. L.E.S.S. wurde damit schon zum dritten Mal ausgezeichnet, 2015 und 2016 konnten die Entwickler einer stromsparenden Lichtquelle den ersten Platz einheimsen. Die Drohnenentwickler von Flyability waren 2015 schon unter den ersten drei, musste sich letztes Jahr aber mit dem vierten Rang begnügen.
 
Den ersten Platz mussten diese zwei Startups in diesem Jahr jedoch dem Zürcher Unternehmen Ava überlassen. Ava hat ein Armband für Frauen entwickelt, das ihnen die fruchtbaren Tage innerhalb des Menstruationszyklus anzeigt. 2016 wurde das im selben Jahr gegründete Unternehmen auf Anhieb auf den sechsten Rang gewählt.
 
Erwähnenswert aus ICT-Sicht: Business-Softwareentwickler Bexio schafft es auf den vierten Rang. Direkt einen Rang dahinter finden wir MindMaze. Das Milliarden-Startup vereint in seinen Lösungen 3D-Technologie und Robotik im Bereich der medizinischen Rehabilitation. Der EPFL-Spinoff BestMile, der eine Plattform für das Flottenmanagement entwickelt, kommt auf Rang sieben. Dahinter liegt Beekeeper, das eine Mobile-First-Plattform für firmeninterne Kommunikation anbietet. Auf Rang zehn schliesslich finden wir das Zürcher Fintech Advanon, das eine Plattform für kurzfristige Kredite entwickelt hat.
 
Die Awards wurden 2011 von zwei Exponenten des Instituts für Jungunternehmen (IFJ) mit Unterstützung des Journalistenbüros Niedermann ins Leben gerufen. Die gesamte Liste findet man auf 'Startup.ch'. (ts/sda)