EPFL verknüpft neues RZ mit der Heizung

Die ETH Lausanne will ihr 30-jähriges Rechenzentrum ersetzen. Letzte Woche wurde der Auftrag für den Bau eines neuen Rechenzentrums auf Simap ausgeschrieben. Das RZ soll ein Beispiel für nachhaltige Entwicklung werden, schreibt EPFL-Sprecherin Corinne Feuz auf Anfrage. Deshalb sollen das Rechenzentrum und die Heizung der EPFL integriert werden. Während neun Monaten könne die Abwärme des Rechenzentrums für die Heizung der Hochschule genützt werden.
 
Die Dimensionen des RZ selbst sind nicht spektakulär. Es kann auf eine Kapazität von zwei bis vier MW ausgebaut werden und wird eine Fläche von maximal 800 Quadratmetern haben. Es wird die Server der Administration, Maschinen für High Performance Computing und für Forschung im Big-Data-Umfeld beherbergen. Es soll im Frühjahr 2020 in Betrieb gehen. (hc)

Unser Kommentar:

Rechenzentrums-Betreiber operieren oft mit Angaben über die Effizienz des Stromverbrauchs (PUE – Power Usage Effectiveness), wenn es um Nachhaltigkeit geht. Mit dem PUE wird das Verhältnis des gesamten Energieverbrauchs (inklusive Kühlung) zum Stromverbrauch der IT-Infrastruktur ausgewiesen. Viel interessanter ist aber der Weg der EPFL, nämlich nicht nur einen tiefen PUE zu erreichen, sondern die erzeugte Wärme tatsächlich zu benützen. (Christoph Hugenschmidt)