Swiss Re lässt Dokumente von KI lesen

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re beschäftige mittlerweile über 100 Datenwissenschaftler und Experten für künstliche Intelligenz, die digitale Assistenten und weitere Tools für das Unternehmen programmieren. Diese sollen Dokumente lesen und relevante Informationen an die Mitarbeiter weitergeben können. "Wir ermöglichen es den Anwendern, sich auf die wertschöpfende Arbeit konzentrieren zu können", zitierte das 'Wall Street Journal' Rainer Baumann, Leiter des Bereichs Digital and Information Services beim Rückversicherer. Das Data-Scientists-Team gehört zum Swiss Re Competence Center for Digital and Smart Analytics.
 
Bei den Applikationen handle es sich um eine ausgeklügelte Form der Suche, die auf Elementen wie Künstliche Intelligenz und natürlicher Sprachverarbeitung (NLP) aufbaue. Etwa könne ein Risikoexperte eines Versicherers mit einem Tool zur Textanalyse einen hunderte von Seiten umfassenden Vertrag nach einem bestimmten Thema durchsuchen. Die Software hebe relevante Abschnitte hervor. Auch seien laut Bericht sprachgesteuerte Befehle möglich, Mitarbeiter könnten den Suchbegriff sprechen, anstatt ihn einzutippen.
 
Laut dem 'Wall Street Journal' habe das Team in den vergangenen vier Jahren rund 20 solcher Textanalyse-Anwendungen entwickelt. Dadurch hätten die rund 14'000 Swiss-Re-Mitarbeitende "mehr Zeit für wichtigere Aufgaben", wird Baumann weiter zitiert. Konkrete Angaben dazu, wie sich durch den Einsatz von Analysetools die Produktivität der Mitarbeiter verbessert hat, macht Baumann keine. (kjo)