Lücke macht Milliarden von Geräten über Bluetooth verwundbar

Security-Forscher haben teilweise kritische Lücken in den Bluetooth-Implementierungen der gängigsten Mobile-, Desktop-, und IoT-Betriebssysteme gefunden. Da Bluetooth-Geräte in den meisten Betriebssystemen hohe Privilegien besitzen, kann der Angriff ohne Zutun des Users ausgeführt werden. Die Ausführung von Schadcode sei innert zehn Sekunden möglich. Für einen Angriff müsse das Smartphone des Opfers nicht mit einem bösartigen Device gekoppelt sein, fasst 'The Verge' einen Bericht der Security-Firma Armis zusammen. Die Lücke betreffe nicht nur Milliarden von Geräten, sondern könne auch einfach ausgenutzt werden, so das Fazit.
 
Der Angriff könne aus bis zu zehn Metern ausgeführt werden und die Bluetooth-Funktion des Zielgerätes müsse aktiviert sein. Hierbei wird ausgenutzt, dass Geräte, bei aktiviertem Bluetooth, regelmässig nach anderen Geräten suchen, mit denen sie eine Verbindung herstellen könnten.
 
Die Blueborne genannte Lücke betrifft mehrere Betriebssysteme. Immun sind laut 'The Verge' iPhones ab iOS 10. Microsoft habe die entsprechenden Schwachstellen nun gestopft. Auf Windows-Geräten sei es zudem nicht möglich gewesen, Schadcode auszuführen. Die Angreifer hätten aber den Netzwerkverkehr des Gerätes umleiten können. Android-Geräte seien noch verwundbar, mitunter wegen des bekanntlich problematischen Patch-Managements. Linux-Nutzer müssen demnach noch auf das Security-Update warten. (kjo)