Washington verbietet den Einsatz von Kaspersky bei Behörden

Die amerikanische Regierung hat den Bundesbehörden die Benutzung von Software des russischen Security-Anbieters Kaspersky verboten. Das Ministerium für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security) erklärte am Mittwoch, man sei besorgt über Verbindungen zwischen Firmenvertretern und russischen Geheimdiensten.
 
Es bestehe das Risiko, dass die russische Regierung den Zugang über Kaspersky-Produkte ausnutzen könne, um Informationssysteme der US-Behörden zu kompromittieren. Die Sicherheitssoftware von Kaspersky gewähre einen umfassenden Zugang auf Dateien und Administrationsrechte von Computern, auf denen sie installiert sei, erklärte das Ministerium weiter.
 
Die Behörden hätten nun 30 Tage Zeit, um die Kaspersky-Produkte in ihren Netzwerken zu identifizieren, innert 60 Tagen sollen sie Pläne entwerfen, wie die Benutzung der Programme gestoppt werden könne, und 90 Tage lang Zeit haben die Behörden, um diese umzusetzen.
 
Man habe Kaspersky die Gelegenheit gegeben, zu den Bedenken Stellung zu nehmen. Kaspersky wies die Spionagevorwürfe bereits damals energisch zurück: "Das Unternehmen hat niemals und wird niemals irgendeiner Regierung auf der Welt dabei helfen, Cyberspionage zu betreiben." Es gebe keine Beweise für die Behauptungen. (sda/kjo)