Myriad-Beteiligung der Ebners klar unter 50 Prozent

Erst letzte Woche wurde bekannt, dass die Hauptaktionäre Martin und Rosmarie Ebner im Rahmen einer Kapitalerhöhung die Mehrheit von 61,39 Prozent an der Myriad Group übernommen haben. Wie der Sprecher von Ebners BZ-Bank, Ralph Stadler, dann der 'Sonntagszeitung' gegenüber betonte, halte man aber "eigentlich keine Mehrheit der Aktien". Denn dass über 61 Prozent ausgewiesen wurden, liege nur an der noch laufenden Kapitalerhöhung. "Wir haben unsere Beteiligung nicht ausgebaut, vielmehr werde man in Kürze sehen, dass weniger als 50 Prozent der Aktien gehalten werden", so Stadler.
 
Diesen Sachverhalt hat gestern Abend die Schweizer Börse SIX bestätigt: "Die Myriad Group gibt heute bekannt, dass sie von ihren Grossaktionären Martin und Rosmarie Ebner eine Mitteilung erhalten hat, dass ihre Beteiligung an dem Unternehmen auf 46,03 Prozent gesunken ist".
 
Stalder hatte zuvor bereits klargestellt, dass nicht alle Aktien bei den Ebners liegen, die ihnen zugerechnet werden. Auch Kunden der BZ Bank hielten Anteile an Myriad. Weiter wiederholte der BZ-Sprecher die Forderung einer Dekotierung des Software-Herstellers, um den Titel ausserbörslich weiterzuhandeln. Zudem unterstrich er, dass Ebner Myriad nicht übernehmen will. Vielmehr habe man bereits vor zwei Jahren mit einer Opting-out-Klausel in den Statuten sichergestellt, dass Ebner trotz der Überschreitung von Grenzwerten den übrigen Aktionären kein Übernahmeangebot machen muss.
 
Der Dübendorfer Software-Hersteller, 2009 aus der Fusion von Esmertec und Purple Labs entstanden, kämpft seit Jahren mit roten Zahlen und hat seit seiner Gründung erst einmal, im Jahr 2014 einen Gewinn ausgewiesen. Derzeit wird ausserdem ein neuer CEO gesucht, nachdem Stephen Dunford Anfang Jahr gegangen ist.(vri)