Walliser Parlament sagt ja zu Fortschritten der IT-Strategie

Die Walliser IT-Strategie. Grafik: Kanton Wallis
Der Walliser Staatsrat hat bereits 2015 eine Informatikstrategie bis 2024 festgelegt. Damit wollte die Regierung im nationalen Vergleich aufholen: Mit IT-Ausgaben von 56 Franken pro Kopf lag der Kanton damals rund 80 Franken unter dem Schweizer Schnitt. Die Informatikteams seien chronisch überlastet, hiess es damals von Seiten der Steuerungsgruppe für Informatik. Die Massnahmen erfordern Investitionen von rund 90 Millionen Franken sowie die Schaffung von 36 Arbeitsplätzen. Dies wurde vom Parlament im November 2015 so angenommen. Nun hat dieses einen Bericht (PDF) zu den Fortschritten der IT-Strategie im Jahr 2016 diskutiert und laut 'Walliser Bote' halbverstanden durchgewunken.
 
"Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut", schreibt Maurice Tornay, Präsident der Delegation des Staatsrates für Informatikfragen, im Vorwort des Berichts. Zuerst müssten die bestehenden Infrastrukturen und alte Systeme nachgerüstet werden, damit dann ab 2018 die IT zur Modernisierung des Staates beitragen könne. Dabei ist man laut Tornay auf einem guten Weg: Senkung der Kontinuitätsrisiken, Verbesserung der Sicherheit, effiziente politische Steuerung der Strategie, neue Synergien sowie Harmonisierung des Registers natürlicher Personen nennt er unter anderem als erreichte Zwischenziele. "Die Strategie schreitet entschlossen voran, nutzt einen pragmatischen Ansatz", wird in der Zusammenfassung des Berichts geschlossen. Auch die Präsidentin des Staatsrates, Esther Waeber-Kalbermatten, folgert in einer Botschaft an das Parlament, dass die Fortschritte den Erwartungen entsprächen und die operative wie finanzielle Überwachung adäquat sei.
 
Im Bericht wurden sechs prioritäre Ziele für das laufende Jahr festgelegt. Unter anderem soll die Zielarchitektur festgelegt und deren Implementierung eingeleitet werden, dies umfasst etwa SAP-Perimeter sowie die Containerisierung. Desweiteren sollen neue Mitarbeiter integriert und die Governance weiter verbessert werden. Konkret genannt werden die Projekte für ein zweites Rechenzentrum, eine Referenzdatenbank sowie operative Unterstützung für eine Lösung der kantonalen Steuerverwaltung. (ts)