China: Erste Bitcoin-Börse schliesst "freiwillig"

Nur wenige Tage nach einem Medienbericht, die chinesische Regierung plane die Schliessung der Bitcoin-Börsen, schliesst die erste von sich aus. Es ist BTC China, eine der grossen.
 
BTC China nimmt ab sofort keine Neukunden mehr auf, dies meldet die 2011 gegründete Börse. Zum 30. September werde der Handel komplett eingestellt. Der Grund sei tatsächlich die Direktive der chinesischen Regierung vom 4. September, so 'Reuters'.
 
Schon schiessen Vermutungen ins Kraut, Handelsplattformen wie OKCOIN.cn und Huobi könnten bald folgen.
 
Das bevorstehende Aus macht Bitcoin-Anleger immer nervöser. Auf der grossen Handelsplattform Bitstamp fiel der Bitcoin-Kurs um bis zu 7,3 Prozent, dies ist ein Fünf-Wochen-Tief. An der BTC China stürzte er vorübergehend sogar um 32 Prozent auf 17'000 Yuan (2505 Franken) ab.
 
Trotz der markanten Rückschläge kostet der Bitcoin aber immer noch fast vier Mal so viel wie zu Jahresbeginn.
 
Allerdings droht Cryptowährungen in anderen Ländern weiteres Ungemach: Auch Thailand will ICOs zumindest stärker regulieren, Dubai warnt die Finanzbehörde nun ebenso vor ICOs wie zuvor die USA oder auch Kanada und Namibia bekräftigt heute das Verbot von Cryptowährungen.
 
Der Zuger, vom Staat unterstützte, Crypto Valley Association ist auch nicht mehr ganz wohl. Vor einigen Tagen liess sie verlauten, sie unterstütze eine "sorgfältige Regulierung" von ICOs und sucht in einem eigenen, angekündigten Code of Conduct ihr Heil. (mag)