Cyber-Angriff auf "einzelne Server" des VBS

Die Bundesverwaltung ist erneut Opfer eines Cyber-Angriffes geworden. Ziel war das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Der Angriff sei im Juli entdeckt worden und wurde nach einem weitgehend bekannten Muster der Malware-Familie Turla verübt, schreibt der Bundesrat. Angegriffen worden seien "einzelne Server" des VBS.
 
Das VBS habe wegen des Angriffs bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Ebenfalls Anzeige eingereicht habe das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), das wegen einer Attacke auf die Systeme eines Dienstleistungserbringers beeinträchtigt wurde, wie der Bundesrat schreibt.
 
Dank Zusammenarbeit der verantwortlichen Stellen habe man nach Erkennen des Angriffes Sicherheitsmassnahmen einleiten können. Neben den notwendigen Sofortmassnahmen sei eine verwaltungsinterne Analyse veranlasst worden. Die zuständigen Stellen des Bundes untersuchen den Vorfall. Der Bundesrat, die Mitglieder des Sicherheitsausschusses des Bundesrats sowie die Präsidien der zuständigen Kommissionen seien informiert worden.
 
Die Malware-Familie Turla treibt seit einigen Jahren ihr Unwesen und nimmt meist Regierungen oder militärische Einrichtungen ins Visier – mit dem Ziel, Daten zu stehlen. Vergangenes Jahr wurde etwa der Rüstungskonzern Ruag ein Turla-Opfer. Ob und welche Daten des VBS kompromittiert worden sind, gibt der Bundesrat nicht bekannt. Auch nicht, wie lange die Server des VBS infiziert waren. Weitere Angabe könne man derzeit nicht machen, so die Mitteilung. (kjo)