Kann die öffentliche Hand ohne Revolution dem Trend zur Digitalisierung folgen?

Michael von Uechtritz und Steinkirch, Referent (Foto: zvg)
An der Büroautomations-Konferenz diskutierten Behörden, Firmen und Verbände über Blockchain, Big Data und Regulierung. Ein Gastbeitrag.
 
Die ausgebuchte Jubiläumsveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen der Büroautomationskonferenz befasste sich mit den "Sonnen- und Schattenseiten" des digitalen Wandels. Angeschnitten wurden hochaktuelle Themen wie Cloud und Blockchain, aber auch Datenschutz und -sicherheit, welche insbesondere in der öffentlichen Verwaltung von zentraler Bedeutung sind.
 
Der erste Referent, Michael von Uechtritz und Steinkirch von Gartner Group, leitete ins Thema ein, indem er vom "Übergang in die digitale Verwaltung; Trends und Komponenten einer effizienten Digital Government Strategy" sprach. Er schilderte, dass die Verwaltungsabläufe durch die Digitalisierung zwangsläufig geändert würden; mehr Daten bedeuteten nämlich mehr Informationen, weshalb mehr Analytik erforderlich sei.
 
In den "Digital Government Strategien" stellte er fünf verschiedene Trends fest, die er anhand konkreter Beispiele illustrierte. Diese beträfen digitale Plattformen, die digitale Analytik, die digitalisierte Arbeitswelt, Mehrkanallösungen und den Einsatz von Blockchain-Technologien. Anschliessend zeigte er auf, wie sein Unternehmen diese Trends in der Praxis unterstützen kann.
 
"Risiken bewusst übernehmen"
Zum Abschluss forderte er auf, positiv zu denken, mit Weitblick zu führen, Risiken bewusst zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Denn der Schlüsselfaktor auch im Digitalisierungsprozess sei immer der Mensch. Aus dem Publikum kam die Frage, ob die gesetzlichen Grundlagen für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung geändert werden müssten, worauf der Referent erwiderte, dass die regulatorischen Anforderungen selbstverständlich jeweils zu beachten seien.
 
Anschliessend stellte sich Markus Böhm von Microsoft mit dem Referat "Blockchain – Grundlagen und Strategie; wie eine Blockchain funktioniert und warum sie von vielen als das neue Web 3.0 angesehen wird" der schwierigen Aufgabe, dem Publikum dieses hochaktuelle Thema näher zu bringen. Dazu müsse erst das Verständnis für deren Funktionieren geweckt werden – erst dann komme das "Feuer" für die Idee. Detailliert und anschaulich zeigte er auf, dass Hashwerte die Grundlage von Blockchain seien und weshalb erfolgreiche Hackerangriffe fast ausgeschlossen werden könnten.
 
Zusammenfassend sei eine Blockchain gekennzeichnet durch folgende Elemente: Erstens sei es ein öffentlich verfügbarer Informationsspeicher, zweitens ein verteiltes System, bei dem jeder Knoten über eine vollständige Kopie der Blockchain verfüge, drittens arbeiteten die Knoten über ein "Consensus"-Verfahren zusammen, um Widersprüche zu eliminieren, und viertens gebe es keinen zentralen Speicher und keine zentrale Autorität (die Blockchain verwalte sich also selber). Im Speziellen stellte er Ethereum als Serverless Infrastructure vor, wo alle Knoten zusammen einen gigantischen "Computer", genannt Ethereum Virtual Machine (EVM) bilden. Abschliessend wies er auf die unterschiedlichen Angebote seiner Firma im Bereich der Blockchain hin.
 
Auf die Frage aus dem Publikum, wie viele Server eingesetzt werden sollten, antwortete er, dass drei das absolute Minimum seien um ein Mehrheitsprinzip zu ermöglichen und auf Seiten Anwender für Vertrauen zu sorgen; besser seien jedoch fünf (und mehr) räumlich verteilte. Auf eine weitere Frage, ob das private Blockchains seien, erwiderte er, dass dies so entschieden werden könne, aber nicht zwingend vorgegeben sei.
 
Die Digitalisierung des Kantons Jura stösst auf viel Interesse
Matthieu Lachat vom Kanton Jura sprach (auf Französisch) "Vom eGovernment zur kantonalen Digitalisierungsstrategie; die Vision des Kantons Jura" und damit von den Chancen eines jungen Kantons, innovative Lösungen zu treffen und umzusetzen. Wie er einleitend ausführte, sei hinter allem die klare politische Vision gestanden, dass sich der Kanton nicht nur der Entwicklung anpassen, sondern auf mehreren Niveaus selber Akteur sein wolle.
 
Zentral sei die Entmaterialisierung des Informationsaustausches, was zu anderen Kommunikations- und Produktionsmodalitäten führe. Deshalb ermögliche der "Guichet virtuel" elektronische Unterschriften und Online Zahlungen.
 
Das Modell sei so erfolgreich, dass andere Kantone ebenfalls ein Interesse daran angemeldet hätten. Nur mit der Bereitschaft, Praktiken zu harmonisieren, könnten erhebliche Skaleneffekte erzielt werden. Konkrete Projekte müssten eine Prozessoptimierung und greifbare Vorteile sowie Transparenz bringen und eine breite Übernahme gewährleisten. Aktuelles Pilotprojekt sei derzeit ein "Guichet virtuel" (mit SuisseID) für alle Staatsangestellten. Angestrebt würde beispielsweise die Bereitstellung von automatisierten Mitteilungen.
 
Das zweite Projekt betreffe die Entmaterialisierung der Dossiers für die Regierung. Dem Kanton Jura ist es gelungen, den Teilnehmenden seine Botschaft für eine schrittweise Digitalisierung zu überbringen: Der Übergang zur digitalen Technologie erfordert eine gründliche Überprüfung der Prozesse und Technologien, die sie unterstützen. Aktuell modelliert der Kanton Jura alle Prozesse des Staates - ein Grundbaustein der Digitalisierung.
 
Auf eine Frage aus dem Publikum führte der Referent aus, dass im Kanton Jura jede Einwohnerin und jeder Einwohner die Möglichkeit habe, elektronisch zu signieren.
 
"Ist die Digitalisierung lediglich ein Hype?"
Willi Müller von der Informatiksteuerung Bund befasste sich mit dem Thema "Digitalisierung bei den Schweizer Behörden; die Herausforderung". Einleitend stellte er die fast provokative Frage, ob es sich bei der Digitalisierung lediglich um einen Hype handle, da die Produktivität in den letzten Jahren trotzdem weltweit gesunken sei.
 
Er zeigte aber auf, dass die im Digitalisierungsbereich tätigen Unternehmen massiv vorwärts gemacht hätten. Folgen der Digitalisierung seien aber auch beispielsweise leerstehende Einkaufszentren, die Schliessung von Poststellen sowie das Aufkommen von Cyberkriminalität. Anschaulich sprach er dann von der "digitalen Schere" und deren Auswirkungen für die Schweizer Behörden. Er illustrierte dies anhand der Themen international versus lokal, hochdynamisch versus unflexibel, alle Daten verknüpfen versus restriktive Datennutzung, "Public Cloud" versus "on Premise", digitale Kriminalität versus manuelle Polizei, und führte dazu jeweils augenfällige Beispiele an.
 
Am Schluss rief er die öffentliche Verwaltung zur Zusammenarbeit auf, und zwar untereinander sowie mit dem privaten Sektor, da für sich alleine niemand eine Chance mehr habe. Ebenfalls forderte er Rahmenbedingungen, Prozesse und Infrastrukturen, welche so ausgestaltet seien, dass sie sich dem dynamischen Umfeld anpassen könnten.
 
Der Vortrag rief im Publikum ein grosses Echo in Form von Fragen hervor. Die erste bezog sich auf den Abstimmungsaufwand wegen der Dezentralisierung der Verwaltungen. Der Referent führte hierzu aus, dass es eine grosse Kunst sei, die Stärke "dezentral" zu nutzen und trotzdem im Bereich Digitalisierung "mit dabei zu sein". Auf eine weitere Frage antwortete der Referent, dass wir keine Chance auf den Aufbau einer eigenen Cloud-Infrastruktur hätten; vielmehr sollten wir klug die Möglichkeiten nutzen, welche die Welt uns bietet.
 
Das Beschaffungswesen war Gegenstand weiterer Fragen. Der Referent machte hierzu deutlich, dass das Beschaffungsrecht seiner Ansicht nach derzeit ein zu enges Korsett sei. Es sei deshalb sinnvoll, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu überdenken und auch via Überzeugung der politischen Entscheidungsträgerinnen und –träger eine entsprechende Änderung einzufordern.
 
Dr. Ingmar Hammerström von der AWK Group stellte die "IT 4.0; welchen Wandel erfahren IT-Organisationen im Zeitalter der Digitalisierung" vor. Er bezeichnete IT grundsätzlich als "Mannschaftssport".
 
Zur Digitalisierung präsentierte er sieben Thesen:
  • 1. Die Digitalisierung wirkt sich drastisch auf das Geschäftsmodell, das Unternehmen und das Kundenverhältnis aus.
  • 2. Die Organisation der Unternehmens-IT ändert sich grundlegend (die Zusammenarbeit von Business und IT geschieht immer mehr in interdisziplinären Teams).
  • 3. Agile Methoden sind auf dem Vormarsch.
  • 4. Vom Spezialisten zum Generalisten (es werden neue Skills in der IT und immer mehr Skills und neue Management-Konzepte für die Führung benötigt).
  • 5. Leistungsfähige, modulare, flexible, standardisierte, kostengünstige Plattformen bilden das Rückgrat der digitalen Transformation (digitalisierte IT-Landschaften setzen eine volle Integration des Unternehmens mit Kunden und Partnern voraus).
  • 6. Daten sind das Gold der Digitalisierung – Datenmanagement wird zur Schlüsselfähigkeit.
  • 7. Digital Trust ist zwingende Voraussetzung für die Gewährleistung des Kundenvertrauens (die IT-Sicherheit muss mit der Digitalisierung fundamental anders angegangen werden). Zur Umsetzung sei erforderlich, den organisatorischen Wandel voranzutreiben, die technischen Fähigkeiten zu entwickeln sowie Vertrauen zu schaffen durch Cybersecurity.
"Löhne geraten wegen Algorithmen unter Druck"
Über "Künstliche Intelligenz; Chancen und Risiken" sprach Kaspar Etter, Mitgründer der Synacts GmbH. Er führte einleitend aus, dass die Blockchain geschaffen worden sei, um Finanztransaktionen ohne eine vertrauenswürdige Drittpartei abwickeln zu können, indem sich die Teilnehmer auf eine Historie einigen. Damit sei die Blockchain zensurresistent und ermögliche, Dinge zu konsumieren, die der Staat nicht wolle oder Vermögen vor dem Zugriff des Staates zu schützen.
 
Sodann warf er die Frage auf, ob dies wirklich dem Interesse und dem Selbstverständnis des Staates entspricht. Unter Intelligenz verstand er die Fähigkeit eines Individuums, Ziele in einer Vielzahl von unbekannten Umgebungen zu erreichen. Es gehe also um Zielerreichung und Lernfähigkeit (lernen, voraussagen, beurteilen und planen). Heute erreichten Algorithmen teilweise bessere Ergebnisse als der Mensch.
 
Er fragte auch nach den Konsequenzen und meinte, dass die IT-Firmen gewinnen und die Löhne unter Druck geraten würden. Die Entwicklung sollte nutzbringend sein, wenn sie gut bewältigt würde, aber wir seien nicht vorbereitet. Er führte aus, dass ein genügend intelligenter Algorithmus zur Erreichung seines Ziels nicht abgeschaltet werden wolle und nur schwer auf ein neues Ziel hin programmiert werden könne.
 
Das Problem sei in diesem Fall nicht Böswilligkeit, sondern von Menschen abweichende Ziele sowie Menschen überlegene Entscheidungen. Auch warf er die Frage auf, ob eine Regulierung, insbesondere in Bezug auf Haftungsfragen, erforderlich sei.
 
Abschliessend wies er darauf hin, dass je grösser die Fähigkeiten und Möglichkeiten, umso grösser die Verantwortung sei.
 
In Ausschreibungen angemessene Sicherheit verlangen
Dominique Daniel Portmann von Noser Engineering AG befasste sich mit "IoT; Der Fortschritt ist unaufhaltbar und bringt nebst neuen Möglichkeiten auch Herausforderungen". Einleitend zog er eine anschauliche Parallele zum Brand von Uster, wo die Bevölkerung aus Angst, die neuen Webmaschinen würden ihnen den Job wegnehmen, diese anzuzünden versuchten. Auch heute werde gesagt, dass die Digitalisierung etwa 30 Prozent der Verwaltungstätigkeit verschwinden lasse. Jedoch könne der Fortschritt – damals wie heute – nicht aufgehalten werden.
 
Die Merkmale des technischen Fortschritts bei der Digitalisierung bezögen sich auf verschiedene Komponenten, nämlich: Einfach machbar (Standards), Kleinheit, grosse Verfügbarkeit sowie ein billiger Preis. Illustrativ war die Fülle der vorgestellten Beispiele: So kennt ein Smartphone seine eigene Position und die Geschwindigkeit, mit der es bewegt wird, und es kann sogar zum Seismografen werden.
 
Eindruck machte auch die "intelligente" Tablettendose, welche die Patientin oder den Patienten (via Handy) jeweils rechtzeitig an die Medikamenteneinnahme erinnert, die Arztpraxis alarmiert, wenn die Medizin nicht eingenommen wird und schliesslich in der Apotheke rechtzeitig Nachschub ordert.
 
Aus der Schweiz wurden als Beispiele die selbstfahrenden Postautos in Sitten erwähnt sowie Postlieferungen mittels Drohne. Damit seien grosse Chancen für alle Bereiche eines Unternehmens verbunden. Jedoch müsste den Sicherheitsaspekten die nötige Beachtung geschenkt werden, da sonst erhebliche Gefahren von solchen Anwendungen ausgingen. Herausforderungen seien insbesondere unpassende Gesetze und die Schaffung von guten Rahmenbedingungen. Deshalb sei beispielsweise in einer Ausschreibung Innovation zu verlangen und diese auch mitzubewerten sowie die angemessene Sicherheit zu verlangen.
 
Big Data deckt Missbräuche auf
Dr. Ursula Widmer von Dr. Widmer & Partner, Rechtsanwälte, Bern, widmete sich dem Thema "Erfolgreiche Digitalisierung; Cloud Services und Big Data". Dabei kam sie einleitend auf die aktuelle Revision des Datenschutzgesetzes zu sprechen. Sie forderte Bussen, die dem Unternehmen ‚weh tun‘, da sonst die erforderliche "Management-Attention" für das Thema nicht gegeben sei. Sodann führte sie aus, dass die Beschaffung von Services aus der Cloud im Trend liege. Würden Daten dabei verschlüsselt, so lägen keine Personendaten mehr vor, weshalb auch die Datenschutzgesetzgebung nicht mehr beachtet werden müsse.
 
Des Weiteren riet sie, bei Skype eine technologiefreundliche Ausgestaltung zu verlangen; es müsse schon in der Ausschreibung gefordert werden, dass die Voreinstellung für das standardmässige Mitschneiden von Gesprächen ausgeschaltet werde. Die Spracherkennung "Siri" dürfe ebenfalls nicht genützt werden für Gespräche unter dem Berufsgeheimnis (Ärzte, Anwälte etc.), da sich die Informationen irgendwo draussen in der Cloud befänden.
 
Als Anwendungsfall für Big Data nannte sie die Software der Suva, welche vermehrt Missbrauchsfälle aufdecken helfe.
 
In Bezug auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen bei Beschaffung von Cloud Services seien, je nachdem, ob der Bund oder ein Kanton beteiligt sei, unterschiedliche Regelungen zu beachten. So gebe es sogar einen Kanton, welche die Nutzung der Cloud von Gesetzes wegen ausschliesse. Auch die AGB seien in den Kantonen je unterschiedlich. Nicht einsehbar sei, weshalb es in den Kantonen 26 unterschiedliche Regelungen zur Datensicherheit gebe.
 
Schliesslich gab sie Tipps zur erfolgreichen Beschaffung von Cloud Services: Die betroffenen Daten seien zu kategorisieren, die Risiken zu beurteilen, Anforderungen und Eignungskriterien zu definieren, die Lieferfirma vertraglich zur Sicherstellung von Datenschutz, Security und Geheimhaltung einzubinden und es seien rechtzeitig Fachspezialisten beizuziehen. Schliesslich zeigte sie das Spannungsfeld von Big Data und Datenschutz auf.
 
Zum Abschluss sprach Erich Herzog von Economiesuisse über die "Zukunft digitale Schweiz – Wirtschaft und Gesellschaft weiter denken; Handlungsfelder für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft". Er stellte fest, dass Digitalisierung zur Veränderung führe, diese zur Verunsicherung und diese wiederum zur Unvernunft. (Ein Beispiel sei, Steuern für Selfscanning-Kassen zu fordern.) Eine Abschottung im digitalen Zeitalter sei aber ein Widerspruch in sich selbst.
 
Spannungsfeld von politischer Stabilität und schnellem Wandel
Zudem hätten die drei bisherigen industriellen Revolutionen stets zu höherem Lohn, mehr Freizeit und einer Stärkung der Arbeitnehmerrechte geführt, während die Arbeitslosigkeit tief geblieben sei. Deshalb sei zu fragen, weshalb dieses Mal alles anders sein sollte.
 
Die vierte industrielle Revolution tangiere den Dienstleistungsbereich stark, sei durch disruptive Entwicklungen gekennzeichnet und bringe neue Produkte und Dienstleistungen (z.B. 3D-Drucker und personalisierte Medizin) hervor.

Unklar sei die Frage des zu erwartenden Jobverlustes; es würden in Studien nämlich Werte von 47 Prozent bis 9 Prozent genannt. Dabei werde häufig nicht einberechnet, dass auch neue Stellen entstünden.
 
Jedenfalls habe der Fortschritt bisher mehr Arbeitsplätze geschaffen als zerstört. Jedoch profitierten tatsächlich nicht alle Branchen davon. Er führte aus, wie beispielsweise Randregionen oder Bergbauern von der Automatisierung profitieren könnten.
 
Dann kam er auf die Erfolgsfakten der Schweiz zu sprechen, nämlich Offenheit, Eigenverantwortung, Gemeinsinn, Vielfalt und Konsenskultur.
 
Die Gesetzgebung stehe dabei im Spannungsfeld von politischer Stabilität und schnellem Wandel. Jedoch brächte eine schnellere Gesetzgebung keine bessere Qualität hervor. Angezeigt sei weder ein Aktionismus noch ein Fatalismus. Wichtig sei vielmehr, politisch die richtigen Weichen zu stellen.
 
Handlungsfelder für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft seien: Basisinfrastrukturen weiter entwickeln, digitale Kompetenz aufbauen, Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts- und Sozialsystems sichern, Grundsatzfragen klären (beispielsweise die Frage nach der "richtigen" Datenpolitik) sowie Ökosystem und Netzwerk aufbauen.
 
Abschliessend dankte Erich Hofer den Anwesenden für das stets grosse Interesse an der Veranstaltung, dem Kanton Luzern für das Gastrecht und Grégoire Hernan und Mirjam Heiniger von der Fachstelle der SIK für die stets perfekte Organisation. Er freue sich auf ein Wiedersehen an der Büroautomationskonferenz 2018. (Dr. Esther Hefti; Grégoire Hernan)
 
(Dr. iur. Esther Hefti ist Leiterin Koordinationsstelle IDG, Kt. Zürich. Grégoire Hernan ist stellvertretender Geschäftsleiter der Schweizerischen Informatik-Konferenz SIK)