Erste Anwendung fürs "Weltnetz" Ende Jahr auch für die Schweiz

Basierend auf der Anfang 2016 am Mobile World Congress in Barcelona vorgestellten Next Generation Enterprise Network Alliance (NGENA) ist nun ein erstes Angebot vorgelegt worden. Laut einer Mitteilung verkauft die Telekom-Tochter T-Systems als erster Allianzpartner "powered by NGENA", einen speziellen VPN-Dienst namens Smart SD-WAN. Er verspricht Telekom-Anbietern, dass sie ihren Kunden ermöglichen können, Standorte sicher zu vernetzen.
 
Wie der Name sagt, wird ein Software gesteuertes Weitverkehrsnetz angeboten, dass in den Zugangsvarianten XS, S oder M verfügbar sein soll, wie T-Systems schreibt. Damit werde unterschieden, ob der "Netzzugang einfach beziehungsweise redundant angelegt ist und ob er über Internet, Ethernet oder einer Kombination beider erfolgt", heisst es weiter. Das Angebot sei standardisiert und automatisiert und ergänze das bestehende IP-VPN-Angebot namens IntraSelect.
 
Versprochen wird mit Smart SD-WAN neben der Standortvernetzung via VPN auch der "sichere regionale Übergang aus den Unternehmensnetzwerken ins Internet mittels Firewalls oder aber die intelligente Führung von Netzverkehr je nach Prioritätsklasse".
 
Aktuell adressiere man damit zwar erst Unternehmen mit deutschem Einkauf, doch der Vertrieb in weiteren Ländern werde genauso folgen, wie eine breitere Länderabdeckung sowie weitere Zugangs-Varianten und Services, so T-Systems. Für die Schweiz ist der Service jedenfalls auf Ende Jahr versprochen.
 
NGENA wurde von den Telcos und Providern CenturyLink (USA), Reliance Jio (Indien), SK Telecom (Südkorea) und der Deutschen Telekom gegründet. Die Telekommunikationsanbieter verbinden ihre eigenen Netze über eine zentrale Plattform zu einer weltumspannenden Infrastruktur. Inzwischen seien auch Altice mit SFR (Frankreich) und Portugal Telecom, Neutrona (Südamerika) und PCCW Global (China) Allianzpartner, wurde mitgeteilt. Als Technikpartner habe man Cisco, Comarch und Equinix an Bord. Weitere Partner sollen demnächst folgen, schreibt T-Systems. Heute seien in der Allianz Netzknoten in Deutschland, USA, China und Südkorea aktiv, Ende des Jahres würden es "etwa zehn" sein. (vri)