London entzieht Uber die Lizenz

Schwere Schlappe für den Privattaxi-Dienst Uber: London entzieht dem US-Unternehmen die Lizenz. Im Oktober ende die Genehmigung für die mehr als 40'000 Fahrer, teilte die Verkehrsbehörde Transport for London (TfL) mit. Die Verkehrsbehörde begründete ihren Schritt damit, dass Ubers Verhalten ein Risiko für die öffentliche Sicherheit darstelle. Es gehe darum, wie das Unternehmen mit dem Melden von Straftaten umgehe, die Gesundheit seiner Fahrer sicherstelle oder prüfe, ob die Uber-Fahrer vorbestraft seien.
 
Uber kündigte umgehend an, gegen die Entscheidung vorzugehen. Bis über den Einspruch entschieden ist, kann Uber der TfL zufolge seinen Fahrdienst aufrecht erhalten.
 
In Grossbritannien erlitt das Unternehmen bereits mehrere Rückschläge. Im März entschied ein Gericht, alle Fahrer müssten einen Nachweis über ausreichende Englischkenntnisse vorweisen. Im Oktober urteilte ein Gericht, dass die Fahrer als Arbeitnehmer behandelt werden müssen und ihnen Mindestlohn und Urlaubsgeld zusteht. Die Forderung der TfL nach einem rund um die Uhr besetzten Call Center konnte Uber jedoch abwenden. (sda/kjo)