Kanton St. Gallen ist zufrieden mit E-Voting-Pilot

Im Kanton St. Gallen haben in einem Pilotprojekt 5615 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger elektronisch abgestimmt. Damit habe rund jede dritte Person, der diese Möglichkeit geboten wurde, davon Gebrauch gemacht. Im Rahmen einer Ausschreibung hatte sich der Kanton St. Gallen für das E-Voting-System des Kantons Genf entschieden.
 
Vor dem Abstimmungssonntag wurden die zugrunde liegenden Stimmregisterdaten exportiert und die Stimmunterlagen im Produktionszentrum der VRSG gedruckt und verpackt, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Daten wurden verschlüsselt zwischen den VRSG-eigenen Systemen und dem E-Voting-System CHvote ausgetauscht.
 
Die elektronische Urne war für die Bevölkerung der Pilotgemeinden – Vilters-Wangs, Rapperswil-Jona, Goldach und Kirchberg – sowie für die im Kanton gemeldeten Auslandschweizer vom 28. August bis am 23. September um 12 Uhr geöffnet. Am Abstimmungssonntag folgten dann der Import und die Verarbeitung der Stimmdaten von CHvote im Gesamtsystem "VRSG Wabsti Wahlen und Abstimmungen".
 
Die Sicherheitsvorkehrungen und die technischen Abläufe hätten sich bewährt, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Nun werden die Erfahrungen analysiert und weitere Pilot-Abstimmungen durchgeführt. Verläuft das Projekt erfolgreich, sollen ab 2019 alle Stimmberechtigten im Kanton St. Gallen die Möglichkeit erhalten, elektronisch abstimmen zu können.
 
Ein weiteres E-Voting-Pilotprojekt gab es im Kanton Freiburg. Die rund 1000 Stimmbürger von Treyvaux konnten ihre Stimme elektronisch abgeben. Die Stimmbeteiligung in der Gemeinde beträgt gut 55 Prozent, allein die elektronisch abgegebenen Stimmen machen 37,5 Prozent aus, so eine Mitteilung. Dieses Ergebnis zeige, dass E-Voting von einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung erwartet werde. (kjo/sda)