Bundesgesetz soll autonomen Autos den Massenmarkt öffnen

Zwei US-Senatoren stellen Gesetz für selbstfahrende Autos vor. Die Gesetzgebung würde dazu beitragen, autonome Autos innert wenigen Jahren in den Massenmarkt zu bringen.
 
Zwei US-Senatoren, der Republikaner John Thune und der Demokrat Gary Peters, haben bekannt gegeben, einen parteiübergreifenden Kompromiss bezüglich der Gesetzgebung rund um das autonome Fahren getroffen zu haben. Über die neue Legislatur solle am 4. Oktober abgestimmt werden, wie 'Reuters' berichtet. "Wir erwarten, dass die Einführung selbstfahrender Fahrzeugtechnologien Leben retten, die Mobilität von Menschen mit Behinderungen verbessern und neue Arbeitsplätze schaffen wird," sagten Thune und Peters in einer gemeinsamen Erklärung.
 
Eine Reihe von Herstellern wie General Motors oder Ford aber auch Tech-Konzerne wie Alphabet hätten heftig lobbyiert, so dass ein gesetzlicher Rahmen für das autonome Fahren geschaffen werde, so 'Reuters' weiter. Das geltende US-Recht verbietet Fahrzeuge ohne menschliche Kontrolle.
 
Bei der Massnahme des Parlaments handle es sich um die erste bedeutende Bundesgesetzgebung in diesem Bereich. Sie würde massiv dazu beitragen, die Marktreife selbstfahrender Autos zu beschleunigen. Tritt das Gesetz in Kraft, würde es Autoherstellern ermöglichen, bis zu 25'000 Fahrzeuge innerhalb eines Jahres zu verkaufen und 100'000 innert drei Jahren, schätzt 'Reuters', solange sie beweisen könnten, dass autonome Fahrzeuge immerhin gleich sicher sind, wie von Menschen gefahrene Autos.
 
Die einzelnen Bundesstaaten könnten weiterhin Regeln für die Registrierung, Zulassung, Haftung und Versicherung festlegen, nicht aber für die Ausführungsstandards, heisst es im Bericht. Einige Staaten haben auch bereits entsprechende Regulierungen implementiert. So werde Kalifornien häufig wegen zu restriktiver Regeln kritisiert. (kjo)