Steuerverwaltung jubelt: Stolis endlich ersetzt

Fiscal-IT sei zu 80 Prozent umgesetzt, sagt die Eidgenössische Steuerverwaltung.
 
Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat Fiscal-IT zu mittlerweile 80 Prozent umgesetzt und in Betrieb genommen. Für die direkte Bundessteuer, die Verrechnungssteuer und die Stempelabgabe sei am Wochenende das Ur-Altsystem Stolis ersetzt und neue Systeme in Betrieb genommen worden, so die ESTV in einer Mitteilung. Stolis steht für Stempelsteuer-Informationssystem und war bei der ESTV seit den 80ern im Einsatz.
 
Das neue System Difas ersetze mehrere alte Systeme. Die Aufschaltung der neuen Systeme sei der grösste und wichtigste Schritt zur Gesamterneuerung der Informatik in der ESTV.
 
Aufgeschaltet wurden auch neue Funktionen, die ab dem kommenden Jahr für den automatischen Informationsaustausch gebraucht werden. Ab sofort können betroffene Finanzinstitute sich anmelden und Daten hochladen. Bisher hatten sich die Unternehmen erst registrieren können.
 
Die Erneuerung der elektronischen Systeme der ESTV kostet 111 Millionen Franken. Neben dem Verpflichtungskredit von 85,2 Millionen Franken sind insgesamt zusätzliche 26 Millionen Franken nötig. Einen Teil dieses Betrags bewilligten Bundesrat und Parlament bis im Sommer.
 
Das Parlament wird im Winter zudem über einen Zusatzkredit von zehn Millionen Franken zum Verpflichtungskredit befinden. Die Steuerverwaltung geht zurzeit davon aus, dass Fiscal-IT bis Ende 2018 vollständig umgesetzt werden kann.
 
Ob die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) den Fortschritt auch so rosig sieht, wird man morgen erfahren. Dann wird der Prüfungsbericht der EFK veröffentlicht. Zuletzt hatte die Finanzdelegation der Räte (FinDel) im März Sorgen über die Situation von Fiscal-IT zum Ausdruck gebracht. (sda/ts)
 
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