Gartner-Prognose: Das wird aus IT-Organisationen und Informatikern

Die Auguren, beziehungsweise Analysten, von Gartner haben gesprochen. Das sind unsere Top-Prognosen für IT-Organisationen 2018 bis 2022 aus den Top-10 von Gartner:
 
In 2020, also sagen wir in rund 1000 Tagen, wird künstliche Intelligenz 1,8 Millionen Jobs weltweit ausradieren. Aber, aber, aber, KI wird dann auch 2,3 Millionen Jobs kreieren! Ob die Neu-Arbeitslosen diese Jobs erhalten werden? Und wer sollte einen Branchenwechsel planen? Dazu äussern sich die Propheten nur vage. Im Gesundheitswesen und der Bildung zumindest, das wissen sie, "wird es nie einen Netto-Stellen-Verlust geben". Haben sie recht, so müssten Economiesuisse, die RAVs und Berufsberater diese Prognose umgehend antizipieren.
 
Auch IT-Spezialisten müssen sich sputen, wenn sie im Business bleiben wollen: Bis im Jahre 2021 werden 40 Prozent aller Informatiker zu Generalisten mutieren müssen und können. Sie werden viele Rollen gleichzeitig einnehmen, die primär businessbezogen sind, weniger tech-bezogen.
 
Der Wandel vom IT-Spezialisten zum Generalisten beginne in den Bereichen Infrastruktur und Operations. In der Folge würden dann immer mehr Informatik-Bereiche vom Wandel betroffen. Erst kommt der Bereich Business-Intelligence dran. Dann die Software-Entwickler, gefolgt von Projekt- und Programm-Managern, Customer-Experience-Fachleuten und Architekten.
 
An die Verbände SwissICT und ICT-Berufsbildung Schweiz geht der Tipp aus der Gartner-Küche: Bald ist das Berufsbild "IT Cloud Broker", verantwortlich für das Monitoring und Management von multiplen Cloud-Service-Providern, gross im Kommen. Ebensolches gilt bis 2021 für den "IoT Architect". Gleichzeitig soll der Quereinsteiger aus dem Business die IT entern, als "IT Manager".
 
Businesspotential für Bots und Chatbots
Schauen wir uns das Business-Potential für Software-Schmieden, Webagenturen und Digital-Commerce-Betreiber an. Wohin sollen sie ihr Augenmerk richten? Auf die Entwicklung von Bots and Chatbots, so Gartner. Denn 2021 würden 50 Prozent aller Unternehmen mehr darin investieren als in Mobile Apps.
 
Und auf die Entwicklung und Integration von sprach- und bildgesteuerten Suchfunktionalitäten. Das würden die Online-Shop-Betreiber garantiert wollen, denn sie könnten so den "Digital"-Umsatz um 30 Prozent steigern.
 
Alle Gartner-Prognosen für IT-Organisationen und IT-Anwender finden sich hier zusammengefasst.
 
Und die Faktenlage?
Als Journalisten, welche im Business der seriösen, fundierten und schnellen News sind und dies auch bleiben wollen, hier eine Gartner-Prognose als Bonus: "Fake News", ob von Menschen oder KI kreiert, werde schon ab 2020 auch mit der besten KI nicht mehr als Ente zu identifizieren sein. Und die Mehrheit der Menschen in der ersten Welt würde dann mehr "Fake News" als echte konsumieren. (Marcel Gamma)
 
Prognose von inside-it.ch und inside-channels.ch: Wenn Sie Zeit in unseren Journalismus investieren und die Inserenten Geld, dann sitzen Sie nicht "Informatik-Fake News" auf.