NSA-Daten sollen wegen Kaspersky zu russischen Hackern gelangt sein

Hacker der russischen Regierung sollen bereits 2015 streng geheime Dokumente des US-Auslandsgeheimdienstes NSA in ihren Besitz gebracht haben. Darunter Details dazu, wie die NSA fremde Computernetze infiltriert und amerikanische Netze schützt. Der Angriff wurde im Spätsommer letztes Jahr entdeckt und sorgte für grosse Aufregung. Beweise für die russische Urheberschaft wurden damals nicht erbracht.
 
Nun behauptet das 'Wall Street Journal' zu wissen, wie die Angreifer in den Besitz der heiklen Informationen gekommen sind: Kasperkys Antivirus-Software habe auf dem PC eines Mitarbeiters eines NSA-Dienstleister die Dateien erkannt und gemeldet. Dies habe sie in den Fokus der russischen Hacker gerückt. Belege im ausführlichen Artikel der New Yorker Tageszeitung fehlen – es wird auf Insider verwiesen.
 
Es seien keinerlei Beweise vorgelegt worden, schreibt Kaspersky in einer kurzen Mitteilung: "Als privates Unternehmen hat Kaspersky Lab keine unangemessenen Beziehungen zu einer Regierung, einschliesslich Russland. Die einzige Schlussfolgerung scheint, dass Kaspersky Lab inmitten eines geopolitischen Kampfes gefangen ist". (ts)