EKZ vergibt 40-Millionen-Franken-IT-Auftrag freihändig

Bild: EKZ
Nur das Axpo-Spinoff Avectris soll in der Lage sein, die IT der EKZ aus dem Verbund herauszulösen.
 
Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben einen Auftrag in Höhe von gut 41 Millionen Franken an den Badener IT-Dienstleister Avectris vergeben. Der Auftrag setzt sich zusammen aus einmaligen Kosten von rund fünf Millionen Franken sowie bis zu 36,5 Millionen Franken Betriebskosten über maximal fünf Jahre, wie aus einer Simap-Publikation hervorgeht.
 
Der Auftrag wurde freihändig, also ohne Ausschreibung, an das Axpo-Spinoff Avectris vergeben. Er besteht aus drei Teilen.
 
Zum einen geht es um das Herauslösen der IT-Infrastruktur aus dem Verbund, in dem verschiedene Schweizer Energiedienstleister mit kritischer Infrastruktur zusammengeschlossen sind. Avectris solle die gemeinsam genutzten IT-Server- und Datenspeichersysteme, Netzwerke, Archivierungslösungen, Applikationen und IT-Services entflechten.
 
"Um im sich schnell wandelnden Energiemarkt weiterhin zu bestehen, müssen IT-Entscheidungen künftig schnell und unabhängig getroffen werden", begründet die EKZ den Schritt auf Anfrage von inside-channels.ch.
 
Der zweite Projektteil betrifft die Client-Infrastruktur. Auch diese ist Teil des Verbundes, wie aus der Simap-Publikation hervorgeht. Mit der Entflechtung der IT-Infrastruktur werden die Clients auf Basis von Windows 10 und Citrix aktualisiert und mit UCC-Funktionen ergänzt. Insgesamt betrifft es rund 1000 Clients sowie 100 Client-Applikationen.
 
Daneben bleibt Avectris für den Betrieb der IT-Infrastruktur und der Benutzer-Hotline sowie den Vorort-Support für 1400 Mitarbeiter für weitere drei Jahre verantwortlich. Der Vertrag sieht eine optionale Verlängerung um zwei Jahre vor.
 
Der Zuschlag an Avectris erfolgte ohne Ausschreibung. Aufgrund der erhöhten Sicherheitsanforderungen im Verbund und der Komplexität durch zahlreiche Schnittstellen und Abhängigkeiten, könne die Herauslösung nur durch den bestehenden Dienstleister Avectris durchgeführt werden, so die Begründung auf Simap. Man habe dafür im Vorfeld mehrere Gutachten erstellen lassen, ergänzt EKZ-Sprecher Noël Graber. (kjo)