Google-Ballons sollen Puerto Ricos Mobilnetz wieder herstellen

Die Google-Mutter Alphabet will mit ihrem Project Loon das Mobilfunknetz in Puerto Rico wieder herstellen. Die US-Telekommunikationsaufsicht FCC genehmigte das Projekt. "Mehr als zwei Wochen nach Hurrikan 'Maria' haben Millionen Puertoricaner immer noch keinen Zugang zu dringend gebrauchten Kommunikationsdiensten", erklärte der FCC-Vorsitzende Ajit Pai am Samstag.
 
Nach Angaben der Behörde sind 83 Prozent der Mobilfunkanlagen des US-Aussengebiets immer noch ausser Betrieb. "Deshalb müssen wir innovative Ansätze verfolgen, um die Anschlussfähigkeit der Insel wieder herzustellen", so Pai. Die erteilte Lizenz ist bis 4. April 2018 gültig. Die Helium-Ballons des Konzerns sollen ein Notfall-LTE-Netz bieten. Noch sei unklar, wie viele Ballons über Puerto Rico schweben sollen und ob die Jungferninseln auch abgedeckt werden sollen, schreibt 'The Verge'. Um den Bewohnern über Loon eine Verbindung anbieten zu können, muss Alphabet mit einem lokalen Telco zusammenarbeiten. Die Integration in das Partnernetzwerk gehe voran, so ein Sprecher zu 'Engadget'.
 
Seit 2013 entwickelt Alphabet respektive die Forschungsabteilung "X" diese Ballons, die als schwebendes Netzwerk fungieren sollen. Ursprünglich wollte der Konzern damit Internetzugang in wenig entwickelten ländlichen Gegenden herstellen. Die solarbetriebenen Ballons werden in die Stratosphäre etwa 20 Kilometer oberhalb des Erdbodens geschickt und können dort selbstständig mehr als 100 Tage bleiben. (kjo/sda)