Chef für "IT-Landesversorgung" in Zürich gesucht

Wenn die Wirtschaft nicht mehr in der Lage ist, ihre Versorgungsfunktionen für unentbehrliche Güter wahrzunehmen, springt der Staat in Gestalt des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) ein. Im letzten Herbst hat das BWL seinen kantonalen Delegierten, die für die Koordination zuständig sind, eine Neuorganisation ihrer Institutionen empfohlen. Die Organisation soll sich nicht mehr an den aus Kriegszeiten überlieferten Rationierungen von Treibstoff, Heizöl und Lebensmitteln orientieren, sondern neu an den Bereichen Energie, Betrieb, Ernährung, Heilmittel, Logistik und IKT.
 
Der Kanton Zürich ist entsprechend seit Frühling dieses Jahres daran, seine Struktur für die wirtschaftliche Landesversorgung umzubauen. Für alle Bereiche hat man bereits Fachleiter gefunden, bloss der IKT-Bereich ist noch nicht besetzt, die Stelle als Fachbereichsleiter derzeit vakant.
 
Die Aufgabe des künftigen Fachbereichsleiters besteht in der Verbindungsaufnahme zum Pendant in Bundesbern. Ausserdem solle er gemeinsam mit einer Beratungsfirma eine Gefährdungsanalyse inklusive Massnahmenplan erarbeiten. Bis im März 2018 hätte man gerne einen solchen Plan.
 
Gesucht ist eine Führungsperson aus der Privatindustrie oder der Verwaltung. "Wir suchen einen lokalen Player in Zürich, der sich gut mit ICT-Firmen und nationalen Netzbetreibern vernetzen kann", sagt Peter Meier von der Zürcher Geschäftsstelle Wirtschaftliche Landesversorgung auf Anfrage von inside-it.ch.
 
Die Organisation ist nach dem Milizprinzip organisiert, es handelt sich also nicht um eine Arbeitsstelle. Der Fachbereichsleiter erhält ein Sitzungsgeld nach kantonalen Richtlinien, so Meier. (ts)