Alibaba: Fünf Milliarden Dollar pro Jahr für Zukunftstechnologien

Alibaba hat eine signifikante Ausweitung seiner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten angekündigt. Einerseits sollen auch ausserhalb von China Entwicklungszentren entstehen, in Moskau, Tel Aviv und Singapur sowie in San Mateo und Bellevue in den USA. Zudem will der chinesische E-Commerce-Riese das Themengebiet stark ausweiten und auch Grundlagenforschung betreiben. Als Kerngebiete nennt Alibaba Quantencomputing, IoT, Analytics, Fintech und Mensch-Maschine-Interaktionen. Innerhalb dieser Gebiete sollen sich die Teams auf Themen wie Machine Learning, Visual Computing, Sprachverarbeitung und Security konzentrieren.
 
In den nächsten drei Jahren sollen laut Alibaba insgesamt 15 Milliarden Dollar, also etwa fünf Milliarden Dollar pro Jahr, in das "Alibaba DAMO Academy" genannte Programm fliessen. DAMO steht für "Discovery, Adventure, Momentum and Outlook".
 
Der chinesische Internetriese verdoppelt damit ungefähr sein bisheriges Budget für Forschung und Entwicklung und nähert sich der Grössenordnung von IBM oder Oracle. Diese haben laut 'Market Realist' letztes Jahr 5,6 respektive 5,8 Milliarden Dollar für F&E ausgegeben. Andere Internet- und IT-Unternehmen gaben aber letztes Jahr noch deutlich mehr aus. Microsoft, Intel, Alphabet (Google) und Samsung verbuchten 2016 F&E-Ausgaben von je über 12 Milliarden Dollar. (hjm)