Deutsche Bahn will Dienst­leister für autonomes Fahren sein

Die Deutsche Bahn will autonome Autos testen.
Ein fahrerloser Elektrobus von der Haustür zum Bahnhof: Das ist die Zukunftsvision, die die Deutsche Bahn mit ihrer neuen Marke Ioki verknüpft. Das Unternehmen wolle künftig Dienstleister für Gemeinden und Verkehrsbetriebe bei der Digitalisierung des öffentlichen Verkehrs sein, erklärte die Deutsche Bahn am Mittwoch in Berlin.
 
In diesem Monat soll die erste fahrerlose Buslinie im bayerischen Bad Birnbach starten. In Hamburg wird die Bahn zudem kommendes Jahr einen Shuttlebus (mit Fahrer) einsetzen, den die Fahrgäste per Smartphone-App zu sich bestellen können.
 
Ausserdem werde das Unternehmen dort ein Testfeld für fahrerlose Busse einrichten. Personenverkehrsvorstand Berthold Huber erklärte bei der Vorstellung von Ioki, dass die neuen Dienste "jederzeit digital buchbar" sein sollten, "in der Stadt wie auf dem Land mit Anschluss an die Schiene". Kunden würden kein eigenes Auto mehr benötigen – "Mobility-on-Demand."
 
Ein 40-köpfiges Team solle geeignete Fahrzeuge, Routen und digitale Plattformen für Kommunen entwickeln. Ausserdem wolle die Bahn mithelfen, standardisierte Zulassungsverfahren für die neuen Angebote zu finden. Die ersten regulär betriebenen fahrerlosen Verkehrsangebote strebe Ioki bis spätestens 2025 an, erklärte das Unternehmen. (sda/kjo)