Israelischer Geheim­dienst belastet Kaspersky in den USA

Die Grundlage für die US-Vorwürfe gegen die russische Antiviren-Firma Kaspersky wird etwas klarer: Der 'New York Times' zufolge habe der israelische Geheimdienst entdeckt, dass russische Spione mit der Security-Software nach NSA-Informationen suchten. Israelische Agenten hätten Zugriff auf die Systeme von Kaspersky gehabt und den Angriff in Echtzeit beobachtet.
 
Die israelischen Spione hätten der NSA Beweise in Form von Screenshots und Dokumentationen geliefert, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Konkretere Details gab es nicht.
 
Kaspersky bekräftigte in einer Reaktion, man habe nie einer Regierung bei der Cyberspionage geholfen. Technisch gesehen könnte der russische Geheimdienst auch ohne eine direkte Kooperation der Firma Schwachstellen in Kaspersky-Software ausgenutzt oder eigene Agenten beim Unternehmen eingeschleust haben. Gründer Eugene Kaspersky kündigte interne Untersuchungen an. (sda/kjo)