Autonome Shuttles von Sion können nun auch Rotlicht beachten

Die Fahrtstrecke der autonomen Shuttles in Sion wird verlängert. Dies haben die Stadt Sitten, der Kanton Wallis und Postauto gemeinsam beschlossen. Das Bundesamt für Strassen (Astra) habe bereits grünes Licht gegeben und die Verlängerung der Strecke bis zum Bahnhof genehmigt, so eine Medienmitteilung. Dass im öffentlichen Verkehr selbstfahrende Busse einen Bahnhof anfahren, sei eine Weltpremiere.
 
Die autonomen Shuttles sind seit Juni 2016 unterwegs und haben internationales Interesse geweckt. Nach 16 Monaten endet die erste Phase des Pilotbetriebs am 31. Oktober. Der bisherige Erfolg habe die Initianten dazu bewogen, das Projekt zu verlängern. Um neue Erfahrungen mit den autonomen Bussen zu sammeln und das Angebot für die Fahrgäste auszuweiten, werde die Strecke nun verlängert. Die zweite Testphase soll ausserdem genutzt werden, um die Kommunikation zwischen Bus und Fussgängern zu verbessern. Nach wie vor werden die autonomen Shuttles von einer Person überwacht, die mitfährt.
 
Bis anhin legten die Busse eine Route von 1,5 Kilometer Länge in der Altstadt zurück. Mit einer schrittweisen Anbindung an den Bahnhof bis Ende Jahr werde die Strecke verdoppelt, schreibt Postauto.
 
Shuttles kommunizieren mit smarter Ampel
Die beiden Busse, genannt Valère und Tourbillon, werden an mehreren Tagen der Woche auf der erweiterten Strecke unterwegs sein. Bis mindestens Ende 2018 wollen die Partner die Strecke gemeinsam betreiben. Die nötigen Sondergenehmigungen von Bund und Kanton seien erteilt worden.
 
Die Strecke zwischen der Altstadt und dem Bahnhof sei stärker frequentiert. Auch gibt es zwei Ampeln mit denen die Busse kommunizieren können. Dies sei, so die Initianten, eine Premiere für selbstfahrende Busse auf öffentlichen Strassen. Die Ampeln seien auf einem privaten Testgelände in den vergangenen Wochen getestet worden. Die entsprechende Infrastruktur werde zu gegebener Zeit in Sion installiert. (kjo)