Bot-Net Reaper soll Mirai in den Schatten stellen

Ende letztes Jahr sorgten Bot-Netze für grosse Aufmerksamkeit, die mit der Schadsoftware Mirai aufgebaut worden waren und über die massive DDoS-Attacken durchgeführt wurden. Mittlerweile ist es ruhiger geworden um die Zombie-Netzwerke. Nun hat aber Check Point schlechte News zu vermelden. Der Security-Spezialist hat ein neues Bot-Net entdeckt, das sich "weit schneller ausbreitet und mehr Schadenspotential hat, als Mirai-Botnets vom letzten Jahr", schreibt Check Point in einer Mitteilung.
 
Rund eine Million Organisationen weltweit seien bereits mit dem Schädling Reaper infiziert. Betroffen seien unter anderem Router und Wireless-IP-Kameras von GoAhead, D-Link, TP-Link, Avtech, Netgear, MirkoTik, Linksys und Synology.
 
Das Botnet sei noch in der Anfangsphase der Expansion, aber der Urheber modifiziere den Code aktiv, schreibt Security-Forscher Netlab in einem Blogbeitrag. Es sei noch zu früh, um die Absichten der Hintermänner zu erraten, so Check Point. Die Sicherheits-Firma warnt aber bereits vor einem aufziehenden Cyber-Hurrikan.
 
Check Point hat in der Mitteilung nebst Details der Attacke eine Liste der betroffenen Geräte und Exploits publiziert. Netlab präsentiert im Blogbeitrag ebenfalls detaillierte Informationen zur Malware. (ts)