HPE beendet Abenteuer mit "Billig-Servern"

Vor rund zweieinhalb Jahren reagierte HP mit einer Serverlinie mit günstigen "White-Box-Preisen" auf den Druck von den Cloud-Betreibern, die öfter "White-Box"-Server den teureren Systemen vorzogen. Mit den von Foxconn hergestellten Servern konnte HP (und dann HPE) aber dem Vernehmen nach nie einen nennenswerten Teil des Cloud-Hardware-Kuchens verputzen. Nun habe HPE still und heimlich entschieden, das Abenteuer zu beenden und das Joint Venture, welches für die Serverlinie verantwortliche war, einzustellen. Dies berichtet 'Digitimes' mit Verweis auf nicht näher genannte Quellen.
 
Für HPE hat dies angesichts der geringen Umsätze mit der Serverlinie bloss einen geringen Einfluss. Die Auswirkungen auf Foxconn sind sogar als noch geringer einzuschätzen, da die Hersteller von Markenservern nach wie vor auf das Unternehmen angewiesen sind. Im Gegenteil: Der chinesische Fertiger könnte ohne Bindung an einen Markenserver-Kunden verstärkt in den Markt für "White-Box"-Server einsteigen und diesen angesichts seiner Produktionskapazitäten und seinen engen Beziehungen zu Unternehmen aufwirbeln, so die Quellen von 'Digitimes'. (ts)