Fünf OSS-Projekte an DINAcon-Konferenz ausgezeichnet

Panel- Diskussion an der DINAcon-Konferenz. Vlnr: Matthias Stürmer, Leiter Digitale Nachhaltigkeit, SVP-Nationalrat Franz Grüter; Katharina Nocun, Campact e.V.; Unternehmerin Sylvie Reinhard; Clara Vuillemin, Head of IT bei 'Republik' und Grüne-Nationalrat Balthasar Glättli.
Im Rahmen der Konferenz für digitale Nachhaltigkeit, DINAcon wurden die besten Open-Source-Projekte ausgezeichnet. Erstmals wurden die Open-Source-Awards unter dem Namen DINAcon-Awards vergeben. Insgesamt wurden vergangenen Freitag fünf Projekte gewürdigt. Dabei ging es vor allem zu zeigen, dass OSS-Lösungen marktfähig sein können, erklärt Adrian Gschwend, Mitinitiant der Open-Source-Awards.
 
Die Auszeichnung "OS Classic" ist der direkte Nachkomme des alten Open-Source-Awards, der seit 2008 vergeben wird. Der Gewinner Jitsi Meet ist Anbieter einer Video-Conferencing-Lösung. Im Unterschied zu Skype und Co. müssen sich Jitsi-Nutzer nicht registrieren, um die Software zu nutzen.
 
Die Auszeichnung in der Kategorie "OS Business" ging an Elixis, ein Anbieter eines elektronischen Patientendossiers. Die Jury habe das Projekt unter anderem deshalb ausgezeichnet, weil es um eine Domäne gehe, in der Open-Source-Software noch selten verbreitet sei. Rund 200 Kunden zähle Elixis derzeit, womit es also noch klar Potenzial nach oben gebe. Elixis wurde ursprünglich von einem Arzt programmiert und wird heute von der Community und einer professionellen Firma weiterentwickelt.
 
Als "OS Hero" wurde Open Street Map ausgezeichnet, respektive die langjährigen Mitglieder Simon Poole, Michael Spreng und Stefan Keller. Die Jury wollte mit dem Award die detailreiche und teilweise mühsame Arbeit der Initianten würdigen, die die Geo-Daten erfassen und zugänglich machen.
 
Mit dem Award in der Kategorie "Open Internet" wollte die Jury ein Projekt auszeichnen, das noch eher unbekannt ist, aber das Potenzial habe, sich mit den grossen Playern anzulegen, so Gschwend. Gewonnen hat in dieser Rubrik die Open Network Infrastructure Association. Ziel des Projekts ist es, ein offenes Internet der Dinge zu schaffen. Es gehe darum ein Netzwerk bauen zu können, ohne dass man von den grossen Anbietern abhängig sei.
 
Der Special-Award ging an das Open-Source-"Urgestein" SUSE Linux. Suse sei eines der erfolgreichsten und mit 25 Jahren ältesten Projekte in der Geschichte von Linux. SUSE habe mitgeholfen, Linux salonfähig zu machen und als Unternehmenssystem zu etablieren, begründet die Jury den Entscheid. (kjo)