Kaspersky reagiert mit offenem Quellcode auf Spionagevorwürfe

Unter dem etwas pathetischen Motto "Trust First" lanciert Kaspersky eine "globale Transparenz-Initiative": Der russische Sicherheits-Konzern reagiert mit der Veröffentlichung des Quellcodes seiner Software – inklusive Updates – auf die kürzlich erhobenen Spionagevorwürfe. Dieser soll zum Zweck der unabhängigen Prüfung für Experten zugänglich gemacht werden. Wer eine Schwachstelle in Kaspersky-Produkten entdeckt, soll eine Belohnung von bis zu 100'000 Dollar erhalten.
 
Zudem will Kaspersky drei sogenannte Transparenzzentren in Europa, Asien und den USA einrichten, um sicherheitsrelevante Themen mit Kunden, vertrauenswürdigen Partnern und staatlichen Stellen zu diskutieren. Diese sollen 2020 eröffnet werden und den Partnern Zugang zu den Auswertungen der Quellcodes bieten.
 
Kaspersky war Anfang Oktober in die Schlagzeilen geraten, als das 'Wall Street Journal' den Vorwurf erhoben hatte, dass Russland mit Hilfe des russischen Konzerns in Besitz von NSA-Dokumenten gelangt sei. Kurz darauf hat der israelische Geheimdienst laut Angaben von "informierten Personen" Beweise in Form von Screenshots und Dokumentationen geliefert. Kaspersky stritt die Vorwürfe vehement ab und kündigte interne Untersuchungen an. (ts)