SBB evaluiert Offshore-Outsourcing

Die SBB sucht im Rahmen des Sparprogramms "Railfit" nach einem Spezialisten für Near- und Offshore-Sourcing.
 
Vor knapp einem Jahr kündigte SBB-Chef Andreas Meyer das Sparprogramm "Railfit20/30" an. Bis 2020 will die Schweizer Staatsbahn 1,2 Milliarden Franken Kosten (im Vergleich zu 2014) einsparen. Bis zu 1200 Stellen netto sollen bis dann abgebaut werden, sagte Meyer damals.
 
Rasch wurde klar, dass die SBB das Messer auch in der IT ansetzen will. Insbesondere aber nicht ausschliesslich will die SBB die Zahl der teuren, externen IT-Leute reduzieren, sagte uns SBB-Sprecher Reto Schärli damals. Der Stellenabbau sollte Ende 2017, also jetzt, beginnen.
 
Um (externe) Leute abzubauen will man nun offenbar erstmal externe Leute anstellen. Die SBB hat heute auf Simap einen Dienstleistungsauftrag ausgeschrieben. Der Titel ist vielsagend: "IT-Shoring-Beratung". Man sucht einen Dienstleister, der fundiertes Knowhow im Bereich "IT Near- und Off-Shoring"-Beratung nachweisen kann.
 
Die Geschäftsleitung wolle "verschiedene Szenarien" der Beschaffung prüfen, so Schärli heute in einer E-Mail an inside-it.ch. Denn man suche "in allen Bereichen Möglichkeiten, um die Kosten zu senken". Es geht wohl nicht nur darum, Szenarien zu prüfen, sondern solche auch umzusetzen. Beratungshäuser, die sich bewerben, sollen gemäss Ausschreibung nämlich auch Erfahrungen im Bereich Change-Management im Grosskundenbereich nachweisen können.
 
IT-Mitarbeitende der SBB und vor allem auch externe Informatiker und Leute von Dienstleistern, die für die SBB-Informatik arbeiten, müssen sich wohl darauf gefasst machen, dass ein Teil ihrer Jobs nach Osteuropa oder Indien abwandern. (hc)
 
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