Stadt Thun steckt 5,6 Millionen in neue und mehr Schul-IT

Die Stadt Thun will die ICT-Ausrüstung ihrer Schulen in den Jahren 2019 bis 2021 in Etappen erneuern, wie sie mitgeteilt hat. Dabei geht es aber nicht nur um die Anschaffung neuer Geräte, um die alten zu ersetzen: Um den steigenden Anforderungen an die ICT-Infrastruktur an Schulen – unter anderem durch den Lehrplan 21 – gerecht zu werden, soll die Ausrüstung deutlich ausgebaut werden. Das Projekt soll insgesamt rund 5,6 Millionen Franken kosten. Davon sind rund zwei Millionen Franken für Ersatzbeschaffungen vorgesehen. Der Kredit dafür wurde vom Gemeinderat bereits gesprochen.
 
Die restlichen 3,6 Millionen Franken sollen in Erweiterungen der Infrastruktur fliessen. Über den dafür notwenigen Verpflichtungskredit soll der Stadtrat im November entscheiden.
 
Von Arbeitsstationen zu Tablets
Wie man im "Konzept IVS3" (PDF), das dem Projekt zugrunde liegt, nachlesen kann, wurden die Thuner Schulen ab 2006 in bisher zwei Phasen mit einer einheitlichen IT-Infrastruktur ausgerüstet. Dazu gehörten unter anderem zwei, später drei Arbeitsstationen pro Schulklasse.
 
In Zukunft sollen die Klassen nun mit Tablets ausgerüstet werden. Schon im Kindergarten sind vier Tablets pro Klasse vorgesehen. In der ersten und zweiten Klasse sind ein Tablet pro drei Schüler, in der vierten bis sechsten Klasse ein Tablet pro zwei Schüler und in der siebten bis neunten Klasse ein Tablet für jeden Schüler geplant. Auch in einer mittelgrossen Stadt wie Thun (43'500 Einwohner) kommt so einiges zusammen: Insgesamt ist dafür die Anschaffung von knapp 2800 Tablets vorgesehen.
 
Dazu kommen noch 479 Notebooks als Ersatz oder Erweiterung der bestehenden Arbeitsstationen, 180 Drucker und 300 Multimediaanlagen (Beamer/ Leinwand/ Lautsprecher). Zusätzlich müssen natürlich auch die Netzwerke sowie das zentrale Rechenzentrum aufgerüstet werden. (hjm)