Ex-CDO der CS lanciert Blockchain-Startup fürs Herz

Marco Abele, bis 2016 Leiter des Bereichs Digital Solutions & Delivery der Credit Suisse, hat seine neue Herausforderung gefunden: Er lanciert Tend. Dies sei "ein Blockchain-Unternehmen, welches eine Kombination aus Investment inklusive Erlebnis ermöglicht", so die Mitteilung.
 
Man soll also in Vermögensanlagen mitinvestieren können, an denen auch das eigene Herz hängt und nicht nur schnöde Rendite-Erwartungen. Das kann, so denken wir uns, ein Kunstwerk sein, ein Rebberg oder ein von Steve Wozniak signierter Apple II.
 
Über "Mikronetzwerke" sollen sich die Investoren austauschen und über ihren Besitz freuen können. Die Zielgruppe sollen Menschen mit zwischen 100'000 und einer Million Franken auf der hohen Kante sein, an welchen Privatbanken nicht interessiert sind und denen Retailbanken in diesem Bereich nichts zu bieten haben, so die Londoner Online-Zeitung 'City A. M.'
 
Das Startup-Produkt basiert auf der Ethereum-Technologie, Smart Contracts und, so die Mitteilung, einem "Concierge-ähnlichen Servicemodell."
 
Nun liegt das Produkt als Alpha-Version vor, wurde mit ersten Nutzern getestet. In den kommenden Monaten, so kündet Tend an, wolle man die Finanzierung durchführen. Diese werde mit einem Token Generation Event gemacht. Dies ist in etwa das Ethereum-Blockchain-Pendant zum ICO, der eher mit Bitcoins konnotiert ist.
 
Der Tend-Token Generation Event soll konform mit regulatorischen Anforderungen sein und man setze auf den ersten "Crypto-Token", der wie eine konventionelle Anleihe gemäss Schweizer Obligationenrecht funktioniere. Man wolle transparent sein, so Abele, und entsprechend allen Anlegern alle Details des Token Generation Events offenlegen, ebenso wie man das gesammelte Geld zu investieren gedenke.
 
Laut 'City A.M' wollen die Initianten 30 Millionen Franken sammeln.
 
Als strategischer Berater fungiert bei Tend Oliver Bussmann, aktueller Präsident der Zuger Crypto Valley Association und einstiger Group CIO der UBS und Global CIO von SAP. (mag)